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21.11.2017, 23:40

Wann kommt die Akademie? - Neues zur Regionalliga-Reform

Bierhoff: "Hoffen auf Ende 2020 oder Anfang 2021"

Noch wird nicht gebaut in Frankfurt, aber beim DFB sind sie guter Dinge, dass die Delegierten des Bundestags die teurer gewordene Akademie durchwinken. Zudem rechnet die Verbandsführung nicht mit Gegenwind in Sachen Zusatzvereinbarungen des Grundlagenvertrags. In die Regionalliga-Reform kommt durch einen zweiten Antrag aus dem Nordosten überraschend Bewegung.

Bald soll es klappen mit der Akademie: Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff.
© imagoZoomansicht

Knapp drei Wochen vor dem außerordentlichen DFB-Bundestag startete die Verbandsspitze in Stuttgart ihre Werbetour für die Anliegen, über die die Delegierten am 8. Dezember in Frankfurt/Main abstimmen sollen. Die Zusatzvereinbarungen im Grundlagenvertrag, seit deren Bekanntwerden verschiedene Amateurvertreter ihren Unmut äußerten, über die Aufstiegsregelung zur 3. Liga und die Regionalligareform. Und die neue DFB-Akademie, deren Kosten von ursprünglich 89 auf voraussichtlich 150 Millionen Euro wachsen.

Bei der Veranstaltung des Süddeutschen Fußballverbandes, der vier weitere Treffen mit den anderen Regionalverbänden folgen, sprachen Präsident Reinhard Grindel, Vize Dr. Rainer Koch und Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff zu den drei Bundestags-Themen.

Über die Akademie:
Der aufgrund diverser Gerichtsverfahren verzögerte Bau könnte in wenigen Monaten beginnen. "Wir hoffen, dass es im Sommer den Spatenstich gibt und wir Ende 2020 oder Anfang 2021 einziehen können", erklärte Bierhoff. Grindel und Koch sind vor allem bemüht, den Mehrwert der Akademie für die Basis zu unterstreichen. "Unsere Nationalspieler haben nicht bei Bayern. Borussia Dortmund oder Real Madrid angefangen, sondern bei einem der 25.000 Vereine in Deutschland", sagte Grindel und betonte umgekehrt: "Vom Erfolg der Nationalelf profitieren auch die Amateure, zudem von den Erkenntnissen der Akademiearbeit."

Koch zielte auf England ab - die dortigen Juniorennationalteams seien aktuell auch deshalb so erfolgreich, weil 2012 die nationale Fußball-Akademie, der St.-George's Park, eröffnet worden sei. Trotz der Verteuerung des DFB-Baus werde, so Grindel, "die Förderung und Unterstützung für Landesverbände und Basis eher wachsen, als dass sie unter der Finanzierung der Akademie leiden wird".

Über den Grundlagenvertrag:
Die Zusatzvereinbarungen werden den Delegierten zur Verfügung gestellt - dies ist bekannt. Wann genau aber wird das der Fall sein? "Wir werden alles auf den Tisch legen. Ich kann nur nicht sagen, ob sie heute oder erst in den nächsten Tagen veröffentlicht werden. Aber sie wurden auch mit den Delegierten besprochen", führte Koch aus. Grindel versprach: "Beim nächsten Grundlagenvertrag werden wir alles in einem Vertragswerk regeln." Zu Engelbert Kupka, den Sprecher der Initiative "Rettet die Amateurvereine", sagte der Präsident: "Ich habe mit Kupka diskutiert, was er ja immer leugnet. Wir haben mit dem Amateurfußballpaket eine ganze Menge anzubieten." Koch schob nach: "Herr Kupka hat nicht die Unterstützer, so wie immer getan wird."

Über die Aufstiegsregelung/Regionalligareform:
Dieses Thema könnte beim Bundestag einer Quadratur des Kreises gleichkommen. Es scheint so, als könnten sich die Regionalverbände mit einem Modell aus vier Regionalligen durchaus anfreunden - allerdings forderten zuletzt Vertreter des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes NOFV eine Erhaltung ihrer Staffel. Ein Modell sah zum Beispiel vor, dass die südlichen NOFV-Gebiete mit der bayerischen Staffel verschmelzen, die nördlichen mit der Nord-Staffel. "Ich bin der größte Befürworter der Beibehaltung der Regionalliga Nordost", erklärte Koch, rechnete aber vor, dass im jetzigen Gebiet der Nordost-Klasse aber lediglich 9500 Mannschaften am Spielbetrieb teilnähmen. Deutschlandweit sind es laut Koch 56.000. Da sei die Zahl aus dem Nordosten eben nicht ein Viertel, sagte der Bayer.

Der NOFV hatte sich zunächst für vier Aufsteiger in einer viergleisigen Regionalliga ausgesprochen, nun aber überraschend einen weiteren Antrag eingereicht: Dieser sieht ein rollierendes System vor. Es bliebe bei fünf Regionalligen, jährlich gibt es drei Direktaufsteiger, die entsprechenden Ligen werden im Vorfeld auf fünf Jahre im Vorfeld ausgelost. Die beiden verbliebenen Meister müssten in die Relegation gehen.

Benni Hofmann

 

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