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13.09.2017, 12:52

Nach zwei Siegen gegen große Klubs

Wiedenbrücks Trainer Mehnert bleibt realistisch

Der SC Wiedenbrück, der in der vergangenen Spielzeit lange gegen den Abstieg kämpfte, überrascht in der Regionalliga West, steht nach zwei Siegen gegen ambitionierte Vereine auf Rang sechs der Liga und liegt nur drei Punkte hinter Tabellenführer KFC Uerdingen. In eine Euphorie wollen Spieler und Trainer aber nicht verfallen.

Realist: SC Wiedenbrücks Trainer Björn Mehnert.
Realist: SC Wiedenbrücks Trainer Björn Mehnert.
© imagoZoomansicht

Mit zwei überraschend deutlichen Siegen gegen Vereine mit ungleich größeren Ambitionen hat der SC Wiedenbrück die Liga überrascht. Mit dem 4:2 bei RW Essen und nun dem 4:0 gegen Rot-Weiß Oberhausen haben sich die Wiedenbrücker vorerst von der Abstiegszone entfernt - damit können sie am Jahnstadion nach sieben Spielen ziemlich gut leben.

Unmittelbar nach dem klaren Heimerfolg gegen RWO, der jedoch etwas zu hoch ausgefallen war, verfielen Team und Trainer jedoch nicht in Euphorie. Vielmehr schlugen sie bescheidene bis warnende Töne an. "Die Basis ist da, wir haben jetzt Selbstvertrauen. Aber wir wissen auch: Wenn die Leistung nicht stimmt, können wir gegen jeden Gegner Probleme bekommen", sagte etwa der wieder einmal zuverlässige Kapitän und Innenverteidiger Julian Wolff. Trainer Björn Mehnert ergänzte mahnend: "Wir werden jetzt nicht abheben, dafür werde ich sorgen. Wenn jetzt jemand meint, die Bodenhaftung verlieren zu müssen, dann hole ich ihn schon zurück."

Geheimwaffe: Konter

Wiedenbrücks größte Stärke ist das Kontern. Die Mannschaft hat die Vorstellungen ihres Trainers mittlerweile verinnerlicht. Es weiß, wie es nach Ballgewinnen zu agieren hat. Mit wenigen Kontakten geht es in Richtung Tor, Spieler wie Necirwan Mohammad, Yannick Geisler oder auch Stipe Batarilo-Cerdic haben die Technik und das Auge, um Angriffe blitzschnell einleiten zu können. Und im gegnerischen Strafraum verfügt der SCW über Kräfte, die solche Aktionen erfolgreich zu vollenden wissen. Viktor Maier und Aygün Yildirim haben jeweils schon vier Saisontore auf dem Konto, der nimmermüde Yildirim erzielte am Samstag gegen RWO gar den ersten Hattrick in seiner Regionalliga-Laufbahn.

Mit Essen und Oberhausen traf Wiedenbrück zuletzt jedoch auf dankbare Gegner. Denn erstens steht das Team in solchen Partien nicht unter Druck und kann befreit aufspielen, und zweitens sind Kontrahenten dieser Kategorie gezwungen, selbst das Spiel zu machen - so ergeben sich für den SCW zwangsläufig genügend Räume, um seine Konter aufzuziehen. Interessant wird sein, welche Taktik SCW-Trainer Mehnert seiner Mannschaft für Begegnungen gegen die Aufsteiger FC Wegberg-Beeck oder auch den TuS Erndtebrück auf den Weg geben wird, so heißen die kommenden Gegner. Beide werden Wiedenbrück nicht den Gefallen tun, die Defensive zu vernachlässigen - vermutlich wird es eher auf das Gegenteil hinauslaufen und den SCW vor eine schwierige Herausforderung stellen.

Henning Hoheisel

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