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16.06.2015, 11:18

Früherer Skandal-Schiedsrichter wird Marketing-Leiter

Neuer Job für Hoyzer beim FC Viktoria 1899

Robert Hoyzer hat einen neuen Job. Der frühere Skandal-Schiedsrichter leitet ab dem 1. Juli beim ambitionierten Nordost-Regionalligisten FC Viktoria 1889 Berlin den Bereich Marketing, Vertrieb und Sponsoring. In ähnlicher Position hatte er zuvor beim Berliner AK gearbeitet.

Robert Hoyzer
Zehn Jahre nach dem Bestechungsskandal Marketingleiter beim FC Viktoria 1899: Robert Hoyzer.
© imagoZoomansicht

"Mit der neuen Position beim FC Viktoria 1889 gehe ich den nächsten Schritt in meiner Berufslaufbahn und freue mich auf die neue Herausforderung bei diesem so großen Traditionsverein", erklärte Hoyzer in einer Vereinsmitteilung. Sein neuer Arbeitgeber attestierte ihm beim BAK "hervorragende Arbeit" geleistet zu haben. "Ich werde mit vollem Engagement mithelfen, dass der Verein sich weiterentwickelt und seine Ziele erreicht", so Hoyzer weiter.

Der FC Viktoria 1889 Berlin ging im Juli 2013 aus einer Fusion des BFC Viktoria 1889 und des LFC Berlin hervor. Der Klub hat sich auf die Fahnen geschrieben, hinter Hertha BSC und dem 1. FC Union auf lange Sicht dritte Kraft in Berlin zu werden. Davon ist man allerdings noch ein gutes Stück entfernt, die Regionalliga-Saison beendete Viktoria im Nordosten auf dem vorletzten Platz. Sportliche Absteiger gab es in dieser Saison nicht, da gegen den VFC Plauen ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde und Union seine zweite Mannschaft vom Spielbetrieb abmeldete. Zudem wird die Liga zur kommenden Spielzeit von 16 auf 18 Vereine aufgestockt.

Skandal von 2005: Hoyzer manipulierte mehrere Spiele

Hoyzer war eine der Hauptfiguren im Manipulationsskandal von 2005. Damals war herausgekommen, dass er mehrere Zweitligapartien sowie das Pokalspiel zwischen dem damaligen Drittligisten SC Paderborn und dem Hamburger SV manipuliert hatte. Hoyzer wurde zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und fünf Monaten ohne Bewährung verurteilt, die er im Mai 2007 antrat. 2008 wurde er wegen guter Führung vorzeitig entlassen. Gegenüber dem DFB hatte Hoyzer außergerichtlich zudem einen Schadenersatz von 750.000 Euro anerkannt. Davon muss er aber nur 126.000 Euro in Raten zahlen.

ski/sid

 
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