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08.09.2014, 14:55

Essen: Konsequenzen für die Defensive

Vorstand Harttgen: "Abend war bitter!"

Nach der 2:4-Derbypleite gegen den FC Kray in der Regionalliga West sprach Rot-Weiss Essens Sportvorstand Uwe Harttgen aus, was die Fans dachten. Für den Traditionsklub war die "Auswärtsniederlage" im eigenen Stadion gegen den Aufsteiger aus Essen-Ost eine Schmach. Kray darf sich durch den Umzug in das größere Stadion über ein finanzielles Plus freuen. In der Tabelle zieht Kray an RWE vorbei und die "Feierabend-Spieler" machten die Nacht zum Tage.

Sportvorstand Dr. Uwe Harttgen
Musste die Derbyniederlage mit ansehen: RWE-Sportvorstand Dr. Uwe Harttgen.
© imagoZoomansicht

Es war die erste Niederlage im sechsten Saisonspiel, doch für viele treue RWE-Fans kam das blamable 2:4 gegen den Neuling Kray aus dem Essener Osten, der noch vor wenigen Jahren in der Landesliga gekickt hatte, einem weiteren Tiefpunkt in der turbulenten Vereinsgeschichte des Traditionsklubs gleich.

Die Derbypleite gegen ein Team aus "Feierabend-Fußballern" brachte die Emotionen so sehr in Wallung, dass einige verwirrte Chaoten versuchten, die RWE-Kabine zu stürmen. Massiver Ordnereinsatz verhinderte dies.

Essens Sportvorstand Dr. Uwe Harttgen bemühte sich um Zurückhaltung. "Dieser Abend war sehr bitter. Trotzdem verfügen wir über eine gute, aber auch noch sehr junge Mannschaft mit ambitionierten Spielern und sind weit davon entfernt, die Saison jetzt einzupacken", so der Ex-Profi, der allerdings auch die Schwächen knallhart ansprach. "Zehn Gegentore in den letzten drei Spielen sind indiskutabel, so kann und so darf es nicht weitergehen", betonte Harttgen, der den Defensivspielern "naive und leichtfertige Fehler" vorhielt, die zu Konsequenzen führen werden: "Dabei kann es jeden treffen."

Die Mannschaft stand nach dem Abpfiff noch mehrere Minuten wie versteinert auf dem Platz und schlich dann wortlos von dannen. Kapitän Mario Neunaber stellte sich als einer der wenigen. "Eine so riesige Enttäuschung müssen wir erst einmal verdauen. Wir haben jetzt keine Argumente", konstatierte er.

Trainer Fascher bezeichnete die Niederlage als "Tiefschlag" und fügte noch hinzu: "Gegen Kray ist das passiert, was sich durch unser inkonsequentes Spiel in der Defensive schon in den letzten Partien angebahnt hatte." Abwehrchef Neunaber: "Jeder weiß, welche Fehler er gemacht hat. Wir müssen als Team die Situation umbiegen können."

Torjubel FC Kray
Feiern den Erfolg beim großen Nachbar RWE: Die Spieler des FC Kray.
© imago

Ihren aktuellen Status als Nummer eins der Stadt feierten die Krayer Spieler bis in die frühen Morgenstunden in Essen-Rüttenscheid und am nächsten Tag bei einem Mannschaftsabend in Düsseldorf. "Unglaublich, wie gefestigt unsere Mannschaft ist", so FCK-Trainer Michael Lorenz.

Präsident Günther Oberholz, selbst glühender RWE-Fan, freute sich nicht nur über den "größten Erfolg der Vereinsgeschichte" und ein finanzielles Plus durch den Umzug in das große Stadion: "An diesem Abend haben wir viele Sympathien in der Stadt gewonnen. Wir machen uns jetzt aber nichts vor und werden ganz sicher nicht von einer Wachablösung sprechen."

Dominik Sander/Peter Haidinger

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08.09.14
 
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