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24.04.2014, 16:34

Neustrelitz: Stets über Verhandlungen von Brdaric informiert

Hauke: "Vertrag kommt von vertragen"

Die TSG Neustrelitz hat als Tabellenerster der Regionalliga Nordost und derzeit neun Punkten auf Verfolger Magdeburg beste Chancen auf den Aufstieg in die dritte Liga. Präsident und Sponsor Hauke Runge spricht im kicker-Interview über den Stadionbau, die Unruhen um Trainer Brdaric und den geplanten Umzug nach Berlin.

Ist optimistisch, was den Stadionbau angeht: Neustrelitz-Präsident Hauke Runge.
Ist optimistisch, was den Stadionbau angeht: Neustrelitz-Präsident Hauke Runge.
© ImagoZoomansicht

kicker: Herr Runge, am Dienstag führten Sie wegen der geplanten Stadionerweiterung wichtige Gespräche mit den Vertretern der Stadt. Mit welchem Ergebnis?

Hauke Runge: Die Gespräche mit den verschiedenen Koalitionen verliefen positiv. Montag wird eine Entscheidung fallen. Ich habe ein gutes Gefühl.

kicker: Trotz der Niederlage in Leipzig ist der Meistertitel wohl nicht gefährdet.

Runge: Ich bin von Haus aus kein Angsthase, aber 15 Punkte sind noch zu vergeben. Wir müssen nur weiter unsere Hausaufgaben machen, können uns nur noch selbst schlagen.

kicker: War das 2:3 beim 1. FC Lok auch das Resultat der vorangegangenen Unruhe um Trainer Thomas Brdaric?

Runge: Nein, das war eine kollektive Schlafmützenveranstaltung, die nichts mit diesen Vorgängen zu tun hatte.

Wir wussten sehr früh davon, dass ein anderer Verein an ihn herangetreten ist.
TSG-Präsident Runge über die Unruhen um Trainer Brdaric

kicker: Brdaric hat nach den gescheiterten Verhandlungen mit Magdeburg von einem Störfeuer und einem dreckigen Spiel gesprochen. Was ist Ihre Meinung dazu?

Runge: Ich war bei diesen Gesprächen nicht dabei. Grundsätzlich äußere ich mich nicht zu anderen Vereinen. Der 1. FCM hat es versucht. Warum der Klub seine Meinung geändert hat, weiß ich nicht und will es auch nicht wissen.

kicker: Ihr Trainer betont, dass die TSG über seine Verhandlungen informiert war.

Runge: Wir wussten sehr früh davon, dass ein anderer Verein an ihn herangetreten ist.

kicker: Sie mussten ständig auf die öffentlichen Aussagen von Brdaric reagieren.

Runge: Es zunächst intern zu diskutieren, wäre sicher besser gewesen, wobei die Aussagen auch zu denkbar ungünstigen Zeitpunkten kamen.

kicker: Brdaric glaubt, dass Sie ihn bei einem Angebot eines höherklassigen Vereins keine Steine in den Weg legen werden.

Runge: Vertrag kommt von vertragen. Er hat nie einen Hehl daraus gemacht, die TSG als Sprungbrett nutzen zu wollen. Bis zum 15. Mai haben beide Parteien ihre Optionsmöglichkeiten. Danach werden wir eine Lösung finden. Die TSG ist vernünftig aufgestellt. Es sind auch genügend arbeitslose Trainer auf dem Markt.

kicker: Auch die Verträge mit einigen Leistungsträgern laufen aus.

Runge: Wir stecken mitten in den Gesprächen, liegen in unserem Zeitplan.

kicker: Was passiert, wenn die TSG nicht aufsteigt?

Runge: Dann wird die Welt in Neustrelitz nicht untergehen. Wir stehen für solide und kontinuierliche Arbeit. Junge Spieler können sich bei uns entwickeln.

kicker: Im Falle des Aufstiegs wollen Sie zunächst das Berliner Jahnstadion nutzen. Warum nicht der Umzug nach Rostock?

Runge: Ich will den dortigen Randalierern keine größere Plattform bieten.

Interview: Martin Eisen

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24.04.14
 
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