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15.08.2013, 09:26

Mannheim: Trainer Kocak will sich beweisen

Einsatz beim SVW

Die Karriere von Kenan Kocak verlief nie kerzengerade, sie nahm immer Umwege. Deshalb passt es ins Bild, dass den Trainer des SV Waldhof Mannheim vor mittlerweile sechs Jahren sein erster Weg nach der aktiven Laufbahn nicht auf den Trainingsplatz, sondern in die Geschäftsstelle des SVW führte. Rüdiger Lamm, der damalige Sportliche Leiter der Waldhöfer, engagierte den früheren Mittelfeldspieler für die Marketing-Abteilung des Oberligisten.

Kenan Kocak
Umwege prägen seinen Erfolg: Kenan Kocak.
© imagoZoomansicht

"Ich werde Rüdiger Lamm nicht vergessen, dass er mir die Möglichkeit gegeben hat, die ersten Schritte zu gehen", sagt Kocak heute. Damit meint er in erster Linie seine Zeit als Teammanager. In der Saison 2008/09 übernahm er diesen Posten bei den Waldhöfern, doch weil der Klub in diesen Tagen kurz vor einer Insolvenz stand, musste Kocak den SVW wieder verlassen.

Diesen Einschnitt nutzte er, um seiner Profession zu folgen und den Schritt ins Trainermetier zu wagen. Beim unterklassigen FC Türkspor Mannheim verdingte er sich als Spielertrainer. Nachdem er anschließend ein halbes Jahr als Sportlicher Leiter beim VfR Mannheim in der Verbandsliga aktiv gewesen war, übernahm Kocak im Februar 2011 parallel dazu den Trainerposten beim Traditionsklub aus Mannheim-Neuostheim.

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Kocak musste sich alle kleinen und großen Erfolge seiner Karriere selbst erarbeiten. Das prägte den gebürtigen Türken. Nicht der im ersten Anlauf geschaffte Aufstieg in die Oberliga sorgte für Aufsehen, sondern vielmehr der Marsch durch die Spielklasse im Jahr danach.

Bis zur Winterpause stürmte Kocak mit seinem Team durch die Liga, überwinterte als souveräner Tabellenführer und verpasste den Durchmarsch in die Regionalliga wohl nur, weil finanzielle Schwierigkeiten des Vereins das Team in der Rückrunde aus dem Tritt brachten. Am Ende wurde der VfR mit Kocak Zweiter - einen Namen hatte sich der Coach mit überzeugendem Offensivfußball da bereits gemacht. So folgte ein Jahr später seine Rückkehr zum SVW. Dort wurde Kocak im Sommer nicht vorbehaltlos empfangen, obwohl er dem Klub entstammt. Er muss die Kritiker mit guten Ergebnissen überzeugen.

Beim VfR Mannheim stand Kocak für variables Angriffsspiel und den Versuch, den Gegner mit frühem Forechecking unter Druck zu setzen. Dabei war er als aktiver Spieler eher einer für die rustikale Defensivarbeit im Mittelfeld. Nach vielen Jahren in der Jugend des damaligen Zweitligisten Waldhof schaffte er dort den Sprung in den Profikader - durchsetzen konnte er sich aber nicht. Nach weiteren Stationen, wo ihm ebenfalls der Durchbruch versagt blieb, beendete Kocak seine Karriere schließlich 2007 aufgrund immer wiederkehrender körperlicher Blessuren.

Bei seinen unterschiedlichen Stationen hatte Kocak zwar viele Trainer, sein Lehrmeister blieb aber sein erster Coach im Seniorenbereich beim SV Waldhof: Uwe Rapolder (55). "Ich habe den Kontakt zu ihm nie verloren und mich viel mit ihm über Fußball ausgetauscht", verrät Kocak. Deshalb verwunderte es nicht, dass der ehemalige Bundesliga-Trainer (u. a. 1. FC Köln) beim ersten Auftritt Kocaks als Waldhof-Trainer gegen den SSV Ulm unmittelbar nach Spielende bereits mit ihm fachsimpelte.

Der SV Waldhof ist für Kocak seit dieser Saison die Chance, auch überregional auf sich aufmerksam zu machen - und die will er nutzen. Im internen Kreis spricht er davon, in den Profibereich zu wollen. Im Winter will er in der Türkei seine Fußballlehrer-Lizenz beginnen. Bis dahin gilt es für den Mann deutlicher Worte, mit dem SVW eine gute Rolle zu spielen: "Wir sind der SV Waldhof und das sollen die Zuschauer auch in jedem Spiel sehen."

Michael Wilkening

15.08.13
 
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weitere Infos zu Kocak

Vorname:Kenan
Nachname:Kocak
Nation: Deutschland
Verein:Waldhof Mannheim

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Vereinsdaten

Vereinsname:Waldhof Mannheim
Gründungsdatum:11.04.1907
Vereinsfarben:Blau-Schwarz
Anschrift:Sportverein Waldhof Mannheim 1907 e.V.
Alsenweg
68305 Mannheim
Telefon: (06 21) 76 41 50
Telefax: (06 21) 76 41 50
Internet:http://www.waldhof-mannheim.de/

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