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10.05.2013, 14:55

Rosenheim: Regionalligist wirft Burghausen raus

Rosige Zeiten - TSV im DFB-Pokal

Was für ein Jahr: Der TSV 1860 Rosenheim, erst in die Regionalliga aufgestiegen, schaffte gegen Drittligist Wacker Burghausen den Sprung in den DFB-Pokal.

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Torschütze im Pokalfinale gegen Burghausen: Markus Einsiedler (Rosenheim).
Torschütze im Pokalfinale gegen Burghausen: Markus Einsiedler (Rosenheim).
© imago Zoomansicht

Ein Pflichtspiel gegen die Bay­ern? Oder gegen Dortmund oder Schalke? Der TSV 1860 Rosenheim bekommt jetzt die­se Chance. Dank des sensati­onellen 6:5-Erfolges im bayri­schen Totopokal-Finale gegen Drittligist Wacker Burghausen steht der Tabellenachte der Re­gionalliga in der ersten DFB-Pokalrunde. Der Jubel im eige­nen Jahnstadion war nach dem Kraftakt immens. Zweimal lag das Team von Dirk Teschke zuvor hinten, zweimal aber schlug es eiskalt zurück.

Der TSV 1860 und der DFB-Pokal sind keine Unbekannten. Es war am 8. August 1999, als der TSV 1860 Rosenheim das erste Mal im DFB-Pokal mitspielte. 4500 Zuschauer säumten damals das Jahnstadion beim Gastspiel der Kult-Kicker des FC St. Pau­li. Nach den Gästetoren von Marcus Marin (21.) und Ivan Klasnic (24.) brachte der Tref­fer von Armin Parstorfer (31.) die 60er ins Spiel zurück. In der zweiten Halbzeit war es dann ein Match auf Augenhöhe - mit den besseren Möglichkeiten für die Oberbayern, die mit etwas Glück zumindest eine Verlänge­rung hätten erzwingen können.

In der Saison zuvor hatten die Rosenheimer, damals unter Trainer Andi Singer, durch einen 2:1-Finalsieg gegen die SpVgg Landshut erstmals den bayeri­schen Totopokal gewonnen. Da­vor wurde unter anderem der FC Augsburg ausgeschaltet.

Doch was ist das für ein Klub, der 60 Kilometer südöstlich der bayrischen Landeshauptstadt beheimatet ist? Viele kennen Rosenheim als Eishockey-Hoch­burg, doch beim TSV 1860 wird seit Jahrzehnten auch guter Fuß­ball gespielt. Seit 1963 spielen die Rothemden - abgesehen von einer zweijährigen Unterbrechung - in Verbandsspielklassen. Insge­samt 36 Jahre Landesliga und elf Jahre Bayernliga stehen zu Buche. Die "ewige Tabelle" der Landesliga Süd führen die 60er sogar an. Im Jahr 2012 gelang der größte Erfolg der Vereinsge­schichte: Die Mannschaft wurde Bayernliga-Meister, schaffte sou­verän die Quali zur Regionalliga. Dabei profitierten die Innstädter besonders von der ambitionier­ten Nachwuchsarbeit, die seit rund 20 Jahren eines der Aus­hängeschilder des Vereins ist. Hier haben Profis wie Bastian Schweinsteiger, Maximilian Nicu (u. a. Hertha, SC Frei­burg, TSV 1860), Florian Heller (FSV Mainz, FC Ingolstadt), Thomas Broich (u. a. 1. FC Köln, Gladbach) oder Leonhard Haas (u. a. Greuther Fürth, FC Ingol­stadt, Hansa Rostock) das ABC des Fußballs gelernt.

Betrachtet man die Rahmen­bedingungen, ist diese erfolgreiche Arbeit gar nicht hoch genug zu würdigen. Obwohl nur mit einem mickrigen Trai­ningsplatz "gesegnet", spielen die A-, B- und C-Junioren alle in Verbandsspielklassen, vom BFV wurde man vor zwei Jahren zum Nachwuchs-Leistungszentrum ernannt. Zudem sind die rot­weißen Kicker Partnerverein von Rekordmeister FC Bayern.

Dass die Jugendarbeit auch für die Seniorenteams von Vor­teil ist, zeigt die Tatsache, dass sich von den aktuell insgesamt 28 Spielern im Regionalliga-Kader ganze 17 das Fußball­spielen ganz oder teilweise in der eigenen Talentschmiede an­geeignet haben. Und die können nun zu Beginn der neuen Saison im DFB-Pokal zeigen, dass sie auch gegen die Großen der Branche be­stehen wollen. Dortmund, Schal­ke oder die Bayern - sie können kommen.

Martin Wiedner

10.05.13
 

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Vereinsdaten

Vereinsname:TSV 1860 Rosenheim
Gründungsdatum:20.10.1960
Anschrift:Jahnstraße 25
83022 Rosenheim
Telefon: (0 80 31) 12 63 9
Internet:http://www.tsv1860ro-fussball.de/

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