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24.04.2013, 14:57

Pfullendorf: Verfehlte Personalpolitik

SCP: Eine unaufhaltsame Talfahrt

Der SC Pfullendorf ist in der Tabelle auf den letzten Platz abgerutscht. Hinzu kommen gravierende Personalsorgen. Maßnahmen hat der Verein bislang aber keine ergriffen.

 Pfullendorfs Trainer Adnan Sijaric
Die Hoffnung stirbt zuletzt: Pfullendorfs Trainer Adnan Sijaric.
© imagoZoomansicht

Der SC Pfullendorf ist überrascht worden: Zehn Zentimeter Neuschnee sorgten über Nacht dafür, dass die Partie gegen Spitzenreiter Elversberg auf den 7. Mai verschoben werden musste. Adnan Sijaric bedauerte die Absage zwar, doch dem 37-jährigen Trainer machen auch gravierende Personalsorgen zu schaffen. Insbesondere so wichtige Eckpfeiler wie Jörg Schreyeck (Zerrung), Kapitän Michael Falkenmayer (Probleme am Hüftbeuger), Dominik Bentele (Außenbandriss), Andreas Frick (Bänderverletzung) oder Silvio Battaglia (Schwindelgefühle) sind kaum zu ersetzen. Ohne diese Stützen ging der SC zuletzt in Homburg (1:4) sang- und klanglos unter.

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Der Verein erhält gewissermaßen die Quittung für eine verfehlte Personalpolitik. Wo andere sich über die Winterpause verstärkten, rüstete der SCP ab. Vor allem der Weggang von Yasin Kocatepe rechnete sich nicht - die mit Schreyeck im Abwehrzentrum gefüllte Lücke schuf nicht zu schließende Baustellen im Mittelfeld. Vorne sind die Pfullendorfer ohne ihren einzigen Torjäger Battaglia an Harmlosigkeit nicht zu überbieten. Die Offensive ist mit 28 Treffern die schwächste der ganzen Liga.

Die unaufhaltsame Talfahrt hat inzwischen bis ans Tabellenende geführt. Was bleibt da als Ziel? "Wir klammern uns an den Strohhalm, den bestmöglichen Platz zu erreichen. Aufgegeben wird weiterhin nicht", sagt Coach Sijaric trotzig.

Dabei herrscht fast schon Endzeitstimmung im Verein. Zuschauer bleiben aus. Gespräche mit Spielern, die bei einem Abstieg alle ohne Vertrag wären, werden aktuell nicht geführt. Kapitän Falkenmayer (30) gab schon seinen Vertragsausstieg bekannt und wechselt zum Saisonende zur U 23 des FSV Mainz 05 (Dreijahresvertrag). Teile der Vereinsführung, die in der Personalpolitik hilflos und vor der Öffentlichkeit sprachlos wirkt, scheinen zu glauben, in der Oberliga mit aufgerückten Landesligaakteuren und mittelmäßigen A-Juniorenspielern bestehen zu können. Zu befürchten ist ein Himmelfahrtskommando mit weitreichenden Folgen.

Jürgen Witt

24.04.13
 
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