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29.01.2013, 15:05

Berliner AK: Unruhe im Verein ebbt nicht ab

Dogan macht im Sommer Schluss

Weiter Unruhe beim Berliner AK: Manager Erdogan Dogan kündigt seinen Abschied im Sommer an - wegen Unstimmigkeiten mit dem mächtigen Präsidenten. Bis dahin betreut er nur noch die Jugendabteilung. Zuvor hatte bereits BAK-Trainer Jens Härtel seinen Abschied zum Sommer angekündigt.

Erdogan Dogan
Schlussstrich nach nur sechs Monaten: Erdogan Dogan betreut als Manager nur noch Jugendaufgaben.
© imagoZoomansicht

Optimale Bedingungen hatte der BAK-Tross im einwöchigen Trainingslager in Belek vorgefunden. Das beim Stande von 1:3 wegen starker Regenfälle abgebrochene Testspiel gegen RB Salzburg hat die Stimmung nicht weiter getrübt.

Selbige ist für Erdogan Dogan dagegen in den Keller gerutscht. Ab sofort ist der 36-Jährige, der erst seit dem Sommer des vergangenen Jahres sein Amt innehatte, nicht mehr Manager des Vereins. Was war passiert? Der umtriebige Dogan hatte dem Vorstand ein zukunftsträchtiges und auf drei Jahre angelegtes Konzept vorgelegt, aber wurde bereits bei der wichtigsten Komponente ausgebremst: der Cheftrainerfrage. "Der Präsident hat mir gesagt, dass er als größter Geldgeber des Klubs auch über den neuen Sportlichen Leiter entscheiden wolle. Dies deckt sich nicht mit meinen Vorstellungen der Arbeit eines Managers. Deshalb habe ich gebeten, für die Restzeit meines einjährigen Vertrages meine ganze Kraft nur noch für die Jugendabteilung einsetzen zu dürfen", zog Dogan die Konsequenz aus seiner Kompetenzbeschneidung.

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Ali Han, der übermächtige Vereinsboss, spricht zwar von einer Vorstandsentscheidung, macht aber keinen Hehl daraus, wer auch in der Zukunft das Sagen hat: "Wir werden zwar unseren Teammanager (Ralf Achenbach, die Red.) stärken, aber Transfergespräche werde ich persönlich übernehmen." Ergo möchte er auch den Nachfolger von Trainer Jens Härtel bestimmen, der bereits im vergangenen November seinen Abschied zum Ende der laufenden Saison verkündet hatte. Gesprochen wurde unter anderem bereits mit dem Ex-Babelsberger Dietmar Demuth. Als weitere Kandidaten werden unterdessen Namen wie Falko Götz, Jürgen Kohler oder Rüdiger Abramczik gehandelt. "Dabei könnte der neue Trainer von einem externen Sponsor finanziert werden", verkündet Ali Han.

So oder so, der scheidende Erdogan Dogan wird mit Angelegenheiten, die die Regionalligamannschaft betreffen, fortan nichts mehr zu tun haben. Er blickt aber auf ein erfolgreiches halbes Jahr zurück: "Ich habe die Mannschaft verjüngt und dabei die Gehälter heruntergeschraubt. Im DFB-Pokal haben wir für Furore gesorgt und auch ordentlich verdient." Seinen eingeschlagenen Weg kann er nun nicht fortsetzen.

Martin Eisen

29.01.13
 
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