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03.01.2013, 10:40

Regionalliga Bayern: Buchbach herausragend

Koch: "Neue regionale Identität"

Der Präsident des Bayerischen Fußball-Verbandes und DFB-Vizepräsident Rainer Koch zieht ein positives Zwischenfazit nach 24 Spieltagen in der neuen Regionalliga Bayern.

Rainer Koch
Zieht eine positive Zwischenbilanz: DFB-Vizepräsident Rainer Koch.
© imagoZoomansicht

kicker: Herr Dr. Koch, wie zufrieden sind Sie generell mit der neuen Regionalliga Bayern?

Koch: Sehr! Die Skepsis, die stellenweise vor der Saison noch da war, ist verflogen. Die klei­neren Mannschaften wie Buch­bach oder Illertissen halten gut mit, was für die Spielstärke der Liga spricht. Die Klubs und de­ren Umfeld nehmen die neue Liga sehr gut an. Aus den Nach­wuchsleistungszentren wachsen Talente heran, die zum einen für die zweiten Mannschaften der Profiklubs spielen, aber auch die Amateurvereine als Sprungbrett nutzen können. Daher sind die zweiten Mannschaften in der Re­gionalliga vollauf akzeptiert.

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kicker: Und die Zuschauerzahlen?

Koch: Diese haben sich im Vergleich zur Bayernliga verdoppelt. Man muss auch bedenken, dass wir keinen Verein wie RB Leipzig in der Liga haben. Unsere bayerischen Topvereine spielen alle höherklassig. Und wir hatten bei 225 Partien gerade einmal sieben Vorfälle von Pyrotechnik, und diese meist bei Spielen des FC Bayern II. Eine verschwindend geringe Anzahl.

kicker: Was leistet der DFB dabei?

Koch: Sehr viel. Wir nutzen die langjährige Erfahrung und die Kompetenz des DFB, der etwa die Fanbeauftragten der Vereine schult. Darüber hinaus führt der DFB noch die Dopingkontrollen in der Regionalliga durch.

Talentschmiede in der Regionalliga

kicker: Derzeit stehen drei kleinere Vereine an der Tabellenspitze.

Koch: Was Buchbach derzeit auf die Beine stellt, ist herausragend. In Sachen Infrastruktur wäre ein Aufstieg allerdings schwer vorstellbar. Bei Illertissen und bei Seligenporten sind die Vorgaben für die 3. Liga ebenfalls noch nicht erfüllt. Wenn man an diesen Standorten weiter investieren würde, könnte man die Zulassungskriterien erfüllen. Ob das sinnvoll und machbar wäre, ist eher eine Frage an die betreffenden Vereine als an den Verband.

kicker: Ein Meister, der gar nicht aufsteigen will?

Koch: So würde ich das nicht sagen. Wir haben die Regionalliga ja gerade auch für Mannschaften geschaffen, die von ihrer Struktur gar nicht mehr höher spielen wollen oder können. Daneben ist die Liga für die zweiten Teams interessant, um Talente zu fördern. Und selbstverständlich ist die Regionalliga auch für diejenigen Vereine gedacht, die aufsteigen wollen.

kicker: Wie sehen Sie die Zukunft?

Koch: Ich denke, der schon jetzt erfreuliche Zuschauerschnitt ließe sich steigern, wenn Mannschaften wie Aschaffenburg, Hof oder Memmingen oben mitspielen würden. Wenn eine bayerische Mannschaft in den nächsten Jahren von oben absteigen müsste, was ich natürlich keiner wünsche, würde sich das auch auf die Besucherzahlen auswirken.

kicker: Wo gibt es Baustellen?

Koch: Die Kröte, die wir schlucken müssen, ist, dass der Meister nicht direkt aufsteigen kann. Das ist bei fünf Regionalligen nicht machbar. Allerdings hat die Liga für den besten bayerischen Amateurverein auch bei Nichtaufstieg einen hohen Wert: Er nimmt automatisch am DFB-Pokal teil. Grundsätzlich hat sich durch die Regionalliga Bayern eine neue regionale Identität gebildet, unter anderem, da die Entfernungen im Vergleich zu den vorherigen Regionalligen geringer geworden sind. Wir sind insgesamt auf einem guten Weg.

Interview: Stefan Wölfel

03.01.13
 
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