Es war ein aufregendes Jahresende für Jannik Müller. Der Innenverteidiger aus der U 19 rutschte erstmals am zwölften Spieltag in die Startelf des 1. FC Köln II. Anschließend folgten fünf weitere Partien über 90 Minuten. "Er hat seine Sache sehr gut gemacht, auch wenn er natürlich noch einiges lernen muss", lobt Trainer Dirk Lottner.
An solche Einsätze war für Müller zu Saisonbeginn nicht zu denken. Doch der 18-Jährige profitierte zunächst von den Verletzungen von Stefan Schwellenbach (Fußentzündung) und Christopher Schorch (Patellasehnenriss). Danach setzte er sich gegen Julian Schwarz (20) durch. Sein letzter Konkurrent Lukas Kübler (20) wurde lieber als Rechtsverteidiger eingesetzt. So war der Weg frei für Müller, der mitbeteiligt war, dass die Kölner in acht Spielen in Folge ungeschlagen blieben.
Die Erfolgsserie riss erst am Dienstag im letzten Spiel des Jahres. Verhindern konnte auch Müller das 0:1 gegen die Sportfreunde Lotte nicht. Denn die körperlich überlegenen Gäste kauften der U 21 mit ihrem Pressing gleich den Schneid ab und trafen durch Amir Shapourzadeh nach schöner Vorarbeit von Roman Prokoph. Der neue Tabellenführer verteidigte danach ordentlich, die wenigen Schwächen konnten die Kölner aufgrund fehlender Durchschlagskraft nicht nutzen.
"Uns hat heute einfach eine zündende Idee gefehlt, aber ich mache der Mannschaft keinen Vorwurf, sie hat alles versucht", sagte Lottner. Auch Jannik Müller, der sich im neuen Jahr gegen den zurückkehrenden Stefan Schwellenbach behaupten muss. Der Kapitän hat wieder das Mannschaftstraining aufgenommen.
Markus Burger
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