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05.10.2012, 14:40

Seligenporten: Trainer im kicker-Interview

Wettberg: "Mancher Spieler müsste mehr tun"

Trainer-Urgestein Karsten Wettberg (70) mischt mit dem SV Seligenporten oben mit. Erst am letzten Spieltag schlug sein Team den favorisierten 1. FC Nürnberg II mit 1:0. Dennoch gibt es Anlass zur Kritik. Der Coach spricht im kicker über die Verluste von wichtigen Säulen und verlangt mehr Willen auch außerhalb des Trainingsgeländes.

Karsten Wettberg
Das 71. Lebensjahr wird bald eingeläutet: Kein Grund jedoch für Karsten Wettberg, mit dem Trainer-Job aufzuhören.
© imagoZoomansicht

kicker: Ist der zweite Tabellenplatz des SV Seligenporten nur eine Momentaufnahme oder doch schon ein deutlicher Fingerzeig, wohin die Reise gehen wird, Herr Wettberg?

Karsten Wettberg: Zunächst einmal bin ich sehr zufrieden, was wir bisher geleistet haben. Unser Ziel ist nach wie vor der Klassenerhalt. Eine Prognose darüber, ob noch mehr drin ist, wird wohl erst zum Ende der Vorrunde möglich sein.

kicker: Was sind die Gründe für den Höhenflug?

Wettberg: Wesentlich war und ist, dass unsere Neuzugänge eingeschlagen haben und sich einige von ihnen, wie Christopher Schaab und Alexander Maul, sogar zu echten Leistungsträgern entwickelt haben. Darüber hinaus sind wir von größeren
Verletzungen verschont geblieben. Außerdem haben wir insbesondere im Mittelfeld viele Möglichkeiten, variabel zu reagieren.

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kicker: Bei so manchem Spiel war auch das Glück ein treuer Verbündeter …

Wettberg: Stimmt. Aber hier möchte ich das alte Sprichwort mit dem Glück des Tüchtigen bemühen. Sicherlich war der 1:0-Sieg in Nürnberg nicht dem Spielverlauf entsprechend. Andererseits sind wir bei der 1:4-Pleite in Eltersdorf unter Wert geschlagen worden.

kicker: Wo sehen Sie in Ihrem Team noch Luft nach oben?

Wettberg: Wir haben Ende August mit Marian Faltermeier und Mattias Wolf wichtige Führungsspieler verloren. Diesen Verlust gilt es zu kompensieren. Auch müsste mancher Spieler viel mehr tun und in Eigenverantwortung an trainingsfreien Tagen zu Hause Laufarbeit oder andere
Übungen durchführen.

kicker: Sie werden bald 71 Jahre alt und ihre Arbeitsstätte liegt fast 130 Kilometer von ihrem Wohnort entfernt. Wie lange wollen Sie noch Fernpendler bleiben?

Wettberg: Der Job als Trainer macht mir noch immer sehr viel Spaß. Doch unter dem permanenten Stress auf der Autobahn leidet schon die Lebensqualität. Auf die Frage, wie lange ich das noch machen will, habe ich selbst noch keine Antwort.

Am Samstag (14 Uhr) reist das Team von Wettberg zum VfL Frohnlach, die sich mit 15 Zählern auf dem drittletzten Abstiegsrang bewegen.

Interview: Udo Weller

05.10.12
 
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weitere Infos zu Wettberg

Vorname:Karsten
Nachname:Wettberg
Nation: Deutschland
Verein:Jahn Regensburg

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