| Vorname: | Michael |
| Nachname: | Wiesinger |
| Nation: | Deutschland |
| Verein: | 1. FC Nürnberg |

Anfang der 90er Jahre spielte Wiesinger in der A-Jugend von 1860 München und durfte schon regelmäßig beim damaligen Löwen-Trainer Karsten Wettberg (70) mittrainieren. Dieser ist mittlerweile als Chefcoach für den SV Seligenporten verantwortlich. Während der 90 Minuten entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor, die junge Truppe von Wiesinger schnürte die Klosterer tief in deren Hälfte ein. Der SVS verlegte sich auf sporadische Konter, einer davon führte in der 76. Minute zum Siegtreffer durch Torjäger Bernd Rosinger (23). "Ein sehr glücklicher Sieg", räumte Wettberg hinterher ein.
Entsprechend frustriert kommentierte Wiesinger die knappe 0:1-Niederlage: "Ich bin stinksauer, wir müssen so ein Spiel einfach gewinnen, spielen stattdessen aber zuviele Bälle ins Blaue. Diese ganzen Träumer in meiner Mannschaft regen mich auf." Nach 14 Spieltagen tummelt sich die U 23 des 1. FCN trotz der jüngsten Niederlage in der Spitzengruppe der Regionalliga Bayern und bekommt immer häufiger die Favoritenrolle zugeschoben. So hatte zuletzt Fürths Trainer Konrad Fünfstück (31) den FCN II als eines der drei besten Teams der Liga bezeichnet. Wettberg schlug in die gleiche Kerbe: "Der Club ist für mich das spielstärkste Team der Liga".
„Es ist Quatsch, von Favortienrolle zu sprechen.“Michael Wiesinger, Coach der U 23 des 1. FCN
Hierfür hat Wiesinger kein Verständnis: "Es stört mich, wenn sich manche Leute Gedanken um andere machen", und weist die Favoritenrolle weit von sich. "Wenn wir eine so gute Rolle spielen wie jetzt, ist das freilich motivierend für die Spieler. Aber Fakt ist auch, dass wir uns in einem Spannungsfeld bewegen. Viele Spieler trainieren bei den Profis mit, wir haben Abstellungen zu Nationalmannschaften." Durch die ständigen Veränderungen "haben wir keine Stammformation und sind somit nicht eingespielt. Deshalb ist es Quatsch, von Favoritenrolle zu sprechen."
Martin Bauer