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17.09.2012, 10:11

Kiel: Verantwortliche fordern mehr Disziplin und Konzentration

Zwischen Betriebsunfall und Katastrophe

Holstein Kiel verliert nach der überraschenden 0:2-Heimniederlage gegen den SV Wilhelmshaven immer mehr an Boden im Aufstiegskampf. Trainer Thorsten Gutzeit (46) darf beim selbst ernannten Titelänwärter aber im Amt bleiben. Macht sich der große Umbruch in der Mannschaft vor der Saison nun bemerkbar?

Thorsten Gutzeit
Vertrauensvotum für den Trainer: Thorsten Gutzeits Job steht nicht zur Debatte.
© imagoZoomansicht

Als am Freitagabend der Schlusspfiff im Kieler Hol­stein- Stadion ertönte, trau­ten 3056 Zuschauer ihren Au­gen kaum. Das vom Papier her ungleiche Regionalliga-Duell zwischen Holstein Kiel und dem SV Wilhelmshaven hatte soeben nicht der turmhohe Favorit von der Förde für sich entschieden, sondern der Tabellenletzte vom Jadebusen. Mit 0:2 waren die Kie­ler "Störche" sensationell vor den eigenen Fans baden gegangen und hatten damit das Ostseewas­ser erst so richtig zum Brodeln gebracht. Es war die erste KSV-Heimschlappe seit dem 17. April 2011 (0:2 gegen den Chemnitzer FC). Schon nach dem siebten Spieltag ist der selbst ernannte Meisterschaftsanwärter Nummer eins in eine handfeste Krise ge­schlittert.

"Gutzeit-raus-Rufe" hatte sich Kiels Trainer Thorsten Gut­zeit schon nach der unnötigen 0:1-Niederlage beim VfB Olden­burg in der Vorwoche anhören müssen. Der Fauxpas gegen Wilhelmshaven, den Holsteins Sportlicher Leiter Andreas Bor­nemann irgendwo zwischen "Betriebsunfall und Katastrophe" einordnete, drohte das Fass nun zum Überlaufen zu bringen. Sie­ben Punkte schon beträgt Kiels Rückstand auf Tabellenführer Hannover 96. Die Reserve von Werder Bremen hat gegenüber Kiel sogar noch ein Nachholspiel im Köcher.

Natürlich hat das Konse­quenzen, aber nicht für unseren Trainer.Holsteins Sportlicher Leiter Andreas Bor­nemann

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All diejenigen, die auf das vorzeitige Ende von Gutzeits Ar­beitsverhältnis gewettet hatten, wurden allerdings schon einen Tag nach dem "sehr traurigen Tag" (Gutzeit) eines Besseren belehrt. Die zweite Kieler Nieder­lage in Serie bleibt - zunächst - ohne Folgen für den Cheftrainer. Das bestätigte Andreas Borne­mann. "Natürlich hat das Konse­quenzen, aber nicht für unseren Trainer. Er genießt nach wie vor unser Vertrauen", so Bornemann, der am Samstag seinen 41. Ge­burtstag feierte. "Wir werden natürlich die Mannschaft noch stärker in die Pflicht nehmen müssen. Und noch mehr Wert auf Disziplin und Konzentration legen. Genauer auf Entwicklun­gen innerhalb der Mannschaft reagieren", so der Sportliche Lei­ter weiter.

Angesichts der mageren Ausbeu­te des qualitativ hochwertigen Kieler Kaders fragen sich die Fans, ob es wirklich notwendig war, das nach außen hin intakte Teamgefüge der Vorsaison, die immerhin mit dem DFB-Po­kalviertelfinale gegen Borussia Dortmund und Platz zwei hinter dem Halleschen FC in der Regio­nalliga endete, in der Dimension von zwölf Abgängen und neun Neulingen zu sprengen.

Frank Molter

17.09.12
 

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weitere Infos zu T. Gutzeit

Vorname:Thorsten
Nachname:Gutzeit
Nation: Deutschland
Verein:Holstein Kiel

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