| Vorname: | Ronald |
| Nachname: | Borchers |
| Nation: | Deutschland |
| Verein: | Wormatia Worms |

Als Adam Jabiri nach einer Stunde ausgewechselt wurde, kickte der Stürmer von Wormatia Worms wutentbrannt ein Hütchen weg und riss sich das Trikot vom Leib. Eine Szene, die Wormatia-Trainer Ronny Borchers (55) nicht verborgen blieb. "Ich hätte mir gewünscht, er wäre auch im Spiel so aggressiv gewesen."
Der Wormser Saisonstart ist nach der 0:1-Niederlage bei Eintracht Trier endgültig verpatzt. Fünf Spiele, kein Sieg, nur drei Punkte - das ist zu wenig für die ambitionierte Wormatia. "Wir legen momentan nicht die richtige Einstellung an den Tag", kritisierte Borchers, der den Höhenflug im DFB-Pokal (2:1 in der ersten Runde gegen Hertha BSC Berlin) als Problem ausmacht. "Jeder spricht mich derzeit nur auf den DFB-Pokal an. Meine Jungs müssen jetzt sehr schnell umschalten."
Der Pokal als Konzentrationskiller - das bekam auch die Eintracht in der jüngeren Vergangenheit zu spüren. In dieser Saison sind die Moselaner nur Zaungast im Pokal - dafür lief es in der Regionalliga nach einem durchwachsenen Auftakt zuletzt richtig gut. 3:0 beim FSV Frankfurt II, nun der Prestige-Erfolg gegen den alten Südwest-Rivalen Worms nach einem Kopfballtreffer von Torgarant Chhunly Pagenburg - der erste Heimsieg in dieser Spielzeit. Entsprechend zufrieden zeigte sich Eintracht-Trainer Roland Seitz (47): "Meine Mannschaft hat eine sehr starke erste Halbzeit gespielt. Mit viel Power, gutem Pressing und vielen Torraumszenen."
Die nächste Chance die Serie der sieglosen Spiele zu durchbrechen, bietet sich der Borchers-Truppe am heutigen Dienstag gegen den SC Pfullendorf. Am Mittwoch ist Trier in Idar-Oberstein zu Gast, wo die Seitz-Elf weiter an einer Erfolgsserie basteln kann (bisher zwei Siege in Folge).
Mirko Blahak