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23.08.2012, 12:33

Lübeck: Kapitän schlägt Alarm

Mokhtari: "Wir müssen uns noch mehr wehren"

In Lübeck kommt Frust auf: Der VfB wartet nach dem zweiten Spieltag der Regionalliga Nord weiterhin auf den ersten Punktgewinn. Neben dem Sturmproblem nimmt vor allem die leidenschaftslose Art der Niederlagen besorgniserregende Züge an. Kapitän Oualid Mokhtari prangert die mutlosen Auftritte an und fordert eine Trotzreaktion. Unterdessen keimt erste Kritik an Trainer Ramazan Yildirim auf, der jedoch zur Geduld mahnt.

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Oualid Mokhtari
"Wir brauchen eine Jetzt-erst-recht-Stimmung": Lübecks Kapitän Oualid Mokhtari.
© imago Zoomansicht

Der Saisonstart ist missglückt. Nach zwei Liga-Spielen und dem DFB-Pokal-Spiel gegen Eintracht Braunschweig (0:3) steht für den VfB Lübeck noch kein Tor und Tabellenplatz 17 in der Liga zu Buche. "Ein totaler Fehlstart", gestand Allrounder Marcus Steinwarth, der zuletzt im Pokal sogar als Stürmer ran musste. Schwarz sieht er aufgrund der mangelnden Ausbeute allerdings nicht. "Es geht auch anderen Mannschaften so, dass sie ihren Rhythmus noch nicht gefunden haben. Uns fehlt momentan einfach mal ein Erfolgserlebnis."

Dafür sind normalerweise die Angreifer zuständig, doch Routinier "Momo" Diabang ist noch nicht bei optimaler Fitness angelangt und die anderen Stürmer ließen bislang auch den nötigen Killerinstinkt vermissen. "Uns fehlt natürlich ein Typ wie Deniz Kadah", weiß Steinwarth. "Aber das muss sich entwickeln."

Wir brauchen eine Jetzt-erst-recht-Stimmung. Lübecks Kapitän Oualid Mokhtari

Schlimmer noch als die Abschlussschwäche ist aber auch die Tatsache, dass zuletzt zu wenige Möglichkeiten heraus gearbeitet wurden. In Cloppenburg war es trotz ordentlicher erster Hälfte nur eine gute Chance, gegen den Zweitligisten Braunschweig nicht einmal ein Ansatz einer solchen. "Wir müssen uns mehr wehren", fordert der neue Kapitän Oualid Mokhtari. "Wir müssen jetzt vor allem sehen, dass wir kämpfen und rennen. Wir brauchen eine Jetzt-erst-recht-Stimmung."

Die Chance, die das DFB-Pokal-Spiel dazu bot, wurde vertan. "Ich bin frustriert. So kann es nicht weitergehen. Wir müssen etwas ändern", sagte Abwehrchef Moritz Marheineke nach dem Braunschweig-Spiel. "Das war kein Fight, wie man ihn in so einem Spiel abliefern muss."

Vereinsführung steht hinter Yildirim

Trainer Ramazan Yildirim, der bislang vor allem auf spielerische Akzente Wert gelegt hatte, sieht die Lage noch nicht dramatisch. "Der Druck ist noch nicht größer geworden", versucht der 36-Jährige abzuwiegeln. "Wir brauchen Zeit für die Entwicklung. Es stehen schließlich einige junge Spieler auf dem Platz." Doch die Fans geben dem Team, dem es aus ihrer Sicht auch an Identifikationsfiguren mangelt, diese Zeit nicht. An einigen Stellen wird sogar schon der Trainer in Frage gestellt. Die Vereinsführung steht - nicht nur aufgrund des Vertrags bis 2014 - derzeit noch hinter Yildirim. Allerdings: Leidenschaftslose Darbietungen wie gegen Braunschweig dürfen sich Trainer und Mannschaft nicht mehr viele erlauben.

Christian Jessen

23.08.12
 
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weitere Infos zu O. Mokhtari

Vorname:Oualid
Nachname:Mokhtari
Nation: Deutschland
Verein:VfB Lübeck
Geboren am:29.04.1982

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