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20.08.2012, 10:03

Jena: Trainer Sander hadert mit verschenkter Chance

"Wir waren ängstlich und mutlos"

Überraschungen gab es genug in der ersten Runde des DFB-Pokals. Carl Zeiss Jena musste bei der 0:4-Niederlage gegen Bayer Leverkusen allerdings die harte Realität erkennen. Coach Petrik Sander ärgert dabei eines ganz besonders: Dass seine Elf gerade als Underdog die wesentlichen Tugenden vermissen ließ. Es wird eine harte Saison für Jena, soviel dürfte sicher sein.

Petrik Sander
"So kann man sich im Männerfußball nicht verhalten": Petrik Sander.
© imagoZoomansicht

Als die Fernsehleute ihr Kamera­licht ausgeknipst hatten, schüttelte Petrik Sander noch einmal ungläu­big den Kopf. Diesmal jedoch nicht ob des ängstlichen Auftritts seiner Truppe in den 90 Mi­nuten zuvor. Vielmehr ließ ihn der spektakuläre 4:0-Po­kalerfolg von Ligakonkurrent Berliner AK über Hoffenheim nicht los. Nicht wenige im Umfeld hatten davon geträumt, dass dem Drittliga-Absteiger in diesem Jahr die Rolle des Sensationssiegers zu­fallen würde. Doch bereits nach we­nigen Minuten war absehbar, dass seine runderneuerte, stark verjüng­te Mannschaft gegen Leverkusen dazu nicht imstande sein sollte.

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"Wir sind viel zu mutlos und ängstlich aufgetreten", so Jenas Trainer über die viel zu niedrig aus­gefallene 0:4-Niederlage im ersten Pflichtspiel seines Teams aufgrund der Spielabsage in Zwickau. "Bei allem Verständnis für die unter­schiedliche Ligenzugehörigkeit: So kann man sich im Männerfußball nicht verhalten." Passivität in den Zweikämpfen monierte der 51 Jahre alte Fußballlehrer ebenso wie die unterwürfige Körpersprache. "Jeder lechzt nach so einer Chance. Des­halb kann ich nicht nachvollziehen, sie so wegzuwerfen."

Erst nach einer lauten Halbzeit­ansprache begann sich seine Elf, die kurz vor dem Anpfiff den Ausfall von René Eckardt (22, Oberschen­kelverletzung) wegstecken musste, zu wehren. "Unser Zweijahresplan sieht zunächst ein Übergangsjahr vor", stellte der Coach klar, "mit Mittelmaß darf man das aber nicht verwechseln. Im Jahr darauf wollen wir oben angreifen."

Doch selbst wenn Leverkusen kein Maßstab sein kann, dürfte auch dem Letz­ten klar geworden sein, dass die­se Spielzeit sehr schwierig werden könnte. Zweifel, dass der mit acht A-Jugendspielern aufgefüllte Ka­der sogar in Abstiegsgefahr geraten könnte, wischte Tino Berbig beisei­te. "Die Jungs wollen lernen und ich bin optimistisch", entgegnete der Keeper, mit 30 Jahren der Älteste im Team. "Ich habe keine Angst, dass das Jugend-forscht-Experiment schiefgeht."

Uwe Röser

20.08.12
 
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weitere Infos zu Sander

Vorname:Petrik
Nachname:Sander
Nation: Deutschland
Verein:TuS Koblenz

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