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31.07.2012, 09:56

Kiel: Der Trainer redet Tacheles

Gutzeit: "Wir sind kein Sozialklub"

In der vergangenen Saison scheiterte Holstein Kiel im Aufstiegsrennen knapp, weil Halle am Ende zwei Punkte mehr auf dem Konto hatte. Am kommenden Samstag starten die "Störche" mit dem Derby gegen Aufsteiger ETSV Weiche in die neue Saison und es gibt nur ein Ziel: Meisterschaft und dann die Aufstiegsrunde zur 3. Liga erfolgreich beenden. Der kicker sprach mit Trainer Thorsten Gutzeit über die neue Spielzeit.

Thorsten Gutzeit
Kein Freund der Rotation: Kiels Trainer Thorsten Gutzeit setzt auf ein eingespieltes Team.
© imagoZoomansicht

kicker: Für die Regionalliga-Konkurrenz ist die Meisterschaft bereits vor dem ersten Anstoß zu Gunsten der KSV Holstein entschieden. Für Sie auch?

Thorsten Gutzeit (46): Sicher sind wir der Favorit, und wir nehmen diese Rolle auch an. Doch es gibt viele Einflüsse, die zurzeit nicht in Sichtweite sind. Verletzungen, Überraschungsmannschaften - ein Selbstgänger wird diese Saison bestimmt nicht. Für die meisten Gegner ist das Duell gegen uns das "Spiel des Jahres". Die große Kunst wird sein, alle ablenkenden Themen abseits der Mannschaft und des Vereins auszublenden. Ob die Spieler der Gegner halbtags arbeiten oder die Spielfelder Löcher haben - alles egal. Wir müssen unseren Job immer professionell erledigen. Wir sind mit Holstein Kiel überall Favorit. Wir wollen Platz eins erreichen und in der Aufstiegs-Relegation erfolgreich sein. Und ich bin fest überzeugt, dass wir unsere Ziele erreichen.

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kicker: Ist Ihr nochmals aufgerüsteter Kader für diese Liga nicht zu luxuriös besetzt? Ist er aufgrund der Erfahrungen der vergangenen Saison deshalb so namhaft zusammengestellt, um Verletzungen oder Formkrisen einzelner Leistungsträger kompensieren zu können?

Gutzeit: Ein klares Ja zum letzten Punkt. Es gibt ein bestimmtes Budget. Und wir haben uns gefragt: Können wir uns 25 Vollzeitfußballer leisten? Wir haben uns für nur noch 19 Feldspieler und drei Torhüter entschieden. Ziel war es, auf Schlüsselpositionen Qualität und Erfahrung dazuzugewinnen. In der zweiten Halbserie der vergangenen Saison waren Jensen, Siedschlag, Heider und Sykora in wichtigen Phasen verletzt. Ein Thema, das bei der Personalplanung sicher eine Rolle gespielt hat. Auch Halle hatte einen kleinen, aber kompakten Kader.

Rotation hört sich fein an. Doch letztlich geht es nicht darum, Spieler bei Laune zu halten.Thorsten Gutzeit

kicker: In der vergangenen Serie war die 4-2-3-1-Strategie "Störche"-Standard. Jetzt kommt die 4-4-2-Variante hinzu. Selbst eine 4-1-3-2-Taktik ist denkbar. Alle Positionen sind doppelt besetzt. Wie wollen Sie Ihre nicht eingesetzten Spieler bei Laune halten? Heißt das neue Zauberwort Rotation?

Gutzeit: Ich bin eigentlich kein Freund der Rotation. Im Vordergrund steht, am Wochenende die elf Spieler ins Rennen schicken zu können, die den größtmöglichen Erfolg versprechen. Im Normalfall harmoniert eine eingespielte Mannschaft besser. Rotation hört sich fein an. Doch letztlich geht es nicht darum, Spieler bei Laune zu halten. Es geht nicht um die Befindlichkeiten Einzelner, der Mannschaftserfolg steht im Vordergrund. Wir sind doch kein Sozialklub.

31.07.12
 

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weitere Infos zu T. Gutzeit

Vorname:Thorsten
Nachname:Gutzeit
Nation: Deutschland
Verein:Holstein Kiel

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