Dauerbrenner: Nur zwei Feldspieler standen in allen 34 Partien vom An- bis zum Abpfiff auf dem Feld: der Lübecker Verteidiger Marcel Gebers und der Topstürmer von Germania Halberstadt, Christian Beck, der mit 15 Saisontoren den fünften Rang in der Torschützenliste belegt. Maßarbeit auch bei Gebers, der im letzten Saisonspiel gegen Hertha II seine 5. Gelbe Karte zu sehen bekam. Außer diesen beiden standen auch noch die Torhüter Darko Horvat (Halle), Herken Gerdes (Wilhelmshaven) und Matthias Tischer (Magdeburg) die gesamten 3060 Minuten plus Nachspielzeiten zwischen den Pfosten. Es ist bereits das dritte Jahr in Folge, dass Tischer, bis auf eine kleine Ausnahme, die gesamte Saison für die Elbestädter das Tor hütete. Lediglich im letzten Spiel der Saison 2010/11 wurde der 26-Jährige zwei Minuten vor dem Schusspfiff ausgewechselt.
Eingesetzte Spieler: Vier komplette Mannschaften, nämlich 44 Akteure, setzte Herthas Coach Karsten Heine ein. Dagegen kam Halles Meistertrainer Sven Köhler mit den wenigsten Spielern (21)
aus.
Torjäger: Nach 2009/2010, als er für den damaligen Aufsteiger SV Babelsberg 29-mal erfolgreich war, sicherte sich Daniel Frahn erneut die Torjägerkrone. Dieses Mal reichten dem Kapitän von RB Leipzig 26 Treffer. Ihm folgen Francky Sembolo (Wilhelmshaven) mit 18 Toren sowie mit jeweils 17 Buden Marc Heider (Kiel) und Andre Fomitschow (Wolfsburg II) auf den Plätze. 19 verschiede Torschützen kann Wolfsburg II aufweisen. Dagegen finden sich lediglich acht Magdeburger Namen in der Torjägerliste wieder.
Platzverweise: Sieben Akteure wurden in dieser Saison zweimal vorzeitig unter die Dusche geschickt, wobei der Cottbuser Kai Hempel als einziger zweimal Rot gezeigt bekam. Stephan Neumann und Fabian Burdenski (beide Magdeburg), Marc-Philipp Zimmermann (Plauen), Kevin Behrens (Wilhelmshaven) und Sebastian Polter (Wolfsburg II) sahen jeweils einmal Rot und einmal Gelb-Rot. Zweimal mit der Ampelkarte bestraft wurde zudem der Meppener Jens Robben. Als einzige Mannschaft beendete der Meister Hallescher FC alle Spiele mit kompletter Besetzung.
Zuschauer: Die Spitzenpartie der Hinrunde, Leipzig gegen Halle, blieb mit 18.295 Fans die bestbesuchte der gesamten Saison. Dagegen sahen lediglich 50 Getreue den 3:0-Sieg der Wolfsburger Reserve bei St. Pauli II.
Trainerwechsel: Besonders in Magdeburg wurde reichlich auf der Bank rochiert. Erst musste Wolfgang Sandhowe seinen Platz für Ronny Thielemann räumen, später übernahm Detlef Ullrich, ehe er von Carsten Müller abgelöst wurde. In Hannover sprang Jürgen Willmann für den zum
VfL Bochum gewechselten Andreas Bergmann ein, wurde dann vom Ex-Profi Valerian Ismael abgelöst. Beim VfB Lübeck ersetzte Denny Skwierczynski Peter Schubert, bevor ihm Ramazan Yildrim folgte. In Meppen (Rainer Persicke für Johann Lünemann) und in Halberstadt (Enrico Gerlach für Andreas Petersen) gab es jeweils "nur" einen Trainerwechsel.
Elfmeter: Die meisten verwandelte Toptorjäger Daniel Frahn. Allerdings stehen seinen neun erfolgreichen Versuchen auch zwei Fehlschüsse gegenüber. Zweimal versagten in der Rückrunde auch Rafael Kazior vom Punkt die Nerven. Dabei hatte der Kieler noch in der Hinrunde alle seine sechs Strafstöße verwandelt. Dem Hallenser Keeper Darko Horvat gelang das Kunststück, drei Elfmeter zu parieren.
Siege: Den höchsten Erfolg feierte Leipzig gegen Wilhelmshaven. Das 8:2 war zugleich die torreichste Partie der Saison. Mit 5:0 in Lübeck gelang RB auch der höchste Auswärtssieg.
Jokertore: Der erfolgreichste Joker kommt vom FC St. Pauli II. Erdogan Pini schoss fünf seiner sechs Saisontore nach einer Einwechslung. Benjamin Gaudian (Berliner AK) erzielte vier Treffer, nachdem er von der Bank gekommen war. Mit insgesamt elf eingewechselten Toren hatte BAK-Trainer Jens Härtel das glücklichste Händchen bei Einwechslungen. Den Trainern vom VfB Lübeck war dieses Erfolgserlebnis in der gesamten Saison kein einziges Mal vergönnt. Mit neun Toren kassierte Energie Cottbus II die meisten Gegentreffer von eingewechselten Akteuren. Der HFC musste dagegen nicht ein einziges Joker-Tor schlucken.
Serien: In 24 Spielen blieb die Meisterelf vom HFC, der ohne Heimniederlage die Saison beendete, ohne Gegentreffer. Mit dem 2:0 gegen Wilhelmshaven gelang Magdeburg erst im 16. Spiel vor eigener Kulisse der erste und einzige Heimerfolg. Bis auf das 0:1 bei Hertha BSC II gelang den Wolfsburgern in allen Auswärtspartien mindestens ein Treffer. Nur beim torlosen Remis gegen den HFC gelang Holstein Kiel vor kein Torerfolg im heimischen Stadion.
Gelbe Karten: Mit Tony Schmidt und Frank Müller - je 13 Verwarnungen - kommen die fleißigsten Sammler des gelben Kartons aus Plauen und Meuselwitz.
Was sonst noch auffiel: HSV II setzte fünf verschiedene Torhüter ein. Plauen profitierte von drei Eigentoren der Gegner. Beim 2:4 in Lübeck unterliefen Robert Laubus (Hamburger SV II) zwei Eigentore.
Martin Eisen
| 1. Frahn, Daniel | RasenBallsport Leipzig | ![]() |
| Spiele: 34 | Punkte: 26 | |
| 2. Sembolo, Francky | SV Wilhelmshaven | ![]() |
| Spiele: 27 | Punkte: 18 | |
| 3. Fomitschow, André | VfL Wolfsburg II | ![]() |
| Spiele: 31 | Punkte: 17 | |
| 4. Lindner, Jaroslaw | Holstein Kiel | |
| Spiele: 33 | Punkte: 17 | |
| 5. Beck, Christian | Germania Halberstadt | |
| Spiele: 34 | Punkte: 15 | |