
Ohne die gelbgesperrten Stang und Abelski, dafür erstmals nach längerer Verletzungspause von Beginn an mit Torge Hollmann, agierte die Eintracht in der ersten Hälfte äußerst verhalten und blieb gegenüber dem Sieg in Lotte fast alles schuldig. Der SC Wiedenbrück zeigte sich besonders über Antreiber Aosman und Jansen wesentlich aktiver.
Erst nach einer guten Stunde wachte Trier auf, ohne aber zwingende Möglichkeiten zu erspielen. Nur durch Standards deutete das Team Torgefährlichkeit an. "Wir haben die beiden Punkte in der ersten Halbzeit liegen gelassen", konstatierte SCW-Trainer Thomas Stratos. "Da haben wir bärenstark gespielt, uns aber nicht belohnt."
Neben den sportlichen befasst sich die Eintracht derzeit auch mit sport- und zivilgerichtlichen Dingen. Etwa 45 Minuten nach Abpfiff des Spitzenspiels in Lotte vergangenen Samstag soll der Trierer Jeremy Karikari vor der Lotter Kabine Martin Hess aufgelauert und ihn geschlagen haben. Dafür gebe es laut Lottes Fußballobmann Manfred Wilke zahlreiche Zeugen. Die Polizei hat die Sache protokolliert, Hess erstattete Anzeige gegen Karikari. Lotte informierte zudem den DFB-Kontrollausschuss.
Am Dienstag drehte Trier den Spieß jedoch um und beschuldigte die Lotter Hess und Christian Schlösser, Karikari und Auswechselspieler Marc Gouiffe a Goufan rassistisch beleidigt zu haben. Sie erstatteten ebenfalls Strafanzeige. Die Eintracht wurde wegen dieser Angelegenheit zudem beim DFB-Kontrollausschuss vorstellig. Hess und Schlösser beteuern jedoch, keine rassistischen Äußerungen getätigt zu haben. Wilke glaubt gar an eine Schutzbehauptung Karikaris, der von seinem eigenen Fauxpas ablenken will.
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