Seine Mannschaft brachte in den ersten 45 Minuten - ebenso wie die Gastgeber - wenig Gefährliches zustande. Die Partie spielte sich meist zwischen den Strafräumen ab. Für Gefahr sorgte allenfalls ein 16-Meter-Schuss von Timo Rost, der knapp über die Latte des Wolfsburger Gehäuses strich (42.).
Auch in der 2. Halbzeit schafften es die Leipziger zunächst kaum, sich gute Chancen herauszuspielen. Das änderte sich, als Pacult in der 61. Minute Thiago Rockenbach da Silva vom Platz nahm. Für ihn rückte Sebastian Heidinger, der im rechten Mittelfeld begonnen hatte, auf die linke Außenbahn. Und der 25-Jährige traf gleich mit seiner ersten Aktion auf neuer Position ins Schwarze, als er Wolfsburgs Bjarne Thoelke, der auf der ungewohnten rechten Verteidigerposition aufgestellt wurde, umspielte und zum 0:1 einschob.
Die kompakt stehenden Gäste ließen auch in der letzten halben Stunde wenig Chancen der Wolfsburger zu. "Wir haben viel Geduld bewiesen", freute sich Pacult. Seine Mannschaft bewies in der Tat Geduld, denn die endgültige Entscheidung fiel erst in der Nachspielzeit, als Torjäger Daniel Frahn, der bis dahin von den VfL-Innenverteidigern Robin Knoche und Julian Klamt abgemeldet wurde, einen Querpass von Wolfsburgs Kevin Schulze erlief und die Chance zum 0:2 nutzte.
VfL-Trainer Lorenz-Günther Köstner war trotz der Niederlage gegen den Klassenprimus nicht unzufrieden: "Wenn wir immer so diszipliniert und engagiert zu Werke gegangen wären, dann hätten wir auch schon wesentlich mehr Punkte auf dem Konto", sagte er. Und weiter: "In der letzten Saison hätten wir solche Spiele wahrscheinlich noch gewonnen. Aber wir machen vor dem ersten Gegentor einen schweren individuellen Fehler und arbeiten uns einfach viel zu wenig Torchancen heraus".
Das bestätigte auch Peter Pacult: "Wolfsburg hat uns während der gesamten 90 Minuten nie wirklich gefährlich werden können. Spiele gegen Reservemannschaften sind häufig eine etwas zähe Angelegenheit." Am kommenden Samstag haben die Leipziger dann eine weniger zähe, aber sehr schwere Aufgabe vor der Brust, wenn sie in eigener Arena den Tabellendritten Hallescher FC zum Spitzenspiel empfangen. Im Falle eines Sieges können die Rasensportler dann die Herbstmeisterschaft feiern.
Dieter Kracht
| Pl. | Verein | Tore | Pkte. | |
|---|---|---|---|---|
| 1 | ![]() | RasenBallsport Leipzig | 37:13 | 39 |
| 2 | ![]() | Holstein Kiel | 43:16 | 37 |
| 3 | ![]() | Hallescher FC | 22:8 | 35 |
| 4 | ![]() | TSV Havelse | 28:23 | 23 |
| 5 | ![]() | Berliner AK 07 | 22:22 | 22 |
| 6 | ![]() | VFC Plauen | 18:20 | 22 |
| 7 | ![]() | Hannover 96 II | 22:26 | 22 |
| 8 | ![]() | Hertha BSC II | 14:26 | 22 |
| 9 | ![]() | Hamburger SV II | 26:21 | 21 |
| 10 | ![]() | VfL Wolfsburg II | 20:19 | 20 |
| 11 | ![]() | FC St. Pauli II | 23:28 | 19 |
| 12 | ![]() | Germania Halberstadt | 23:22 | 18 |
| 13 | ![]() | ZFC Meuselwitz | 21:33 | 18 |
| 14 | ![]() | 1. FC Magdeburg | 12:16 | 17 |
| 15 | ![]() | VfB Lübeck | 22:29 | 17 |
| 16 | ![]() | SV Meppen | 19:26 | 17 |
| 17 | ![]() | SV Wilhelmshaven | 24:33 | 15 |
| 18 | ![]() | Energie Cottbus II | 19:34 | 14 |