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11.11.2011, 14:06

Leipzig - Kiel: Eine Bestandsaufnahme der beiden Klubs

Pacults Team will die "Störche" stürzen

Verfolger RB Leipzig empfängt am Sonntag ( Anstoß: 13.30 Uhr) auf Ligaprimus Kiel - mehr Spitze geht nicht. Eine Bestandsaufnahme der beiden Klubs vor dem großen Gipfeltreffen.

Sofien Chahed (li.) und Thiago Rockenbach da Silva
Ball im Blick: Kiels Sofien Chahed im Duell mit Thiago Rockenbach da Silva von RB Leipzig.
© imagoZoomansicht

Die Stärken

Leipzig: Auswärts sind die Leipzi­ger noch ohne jeglichen Punktver­lust, gewannen alle sechs Spiele. Das Stadion wird am Sonntag - wie schon bei den sensationellen Po­kalspielen gegen Wolfsburg und Augsburg - fest in Leipziger Hand sein.

Vor großen Kulissen fühlen sich die mit namhaften Profis be­stückten Rasenballer besonders wohl, haben immer gut gespielt. Die Männer der letzten Woche heißen Danie Frahn und Timo Röttger. Frahn ist mit neun Punktspieltoren und drei Pokaltref­fern eine Tormaschine. Röttger ist das Schwungrad auf rechts, gewinnt die wichtigen Offensive-Duelle.

Kiel: Ganz eindeutig die Heimstär­ke (optimale 18 Punkte) und die Offensive. Nicht zuletzt dank des Kreativ-Quartetts Jaroslaw Lindner (7 Treffer), Marc Heider, Fiete Sy­kora (beide 6) und Rafael Kazior (4) steht die Torfabrik der Liga in Kiel. Bis auf Titelkonkurrent Leip­zig hat keine Mannschaft in Heim­und Auswärtsspielen zusammen mehr Tore erzielt als die "Störche" allein bei ihren sechs Auftritten im Holstein-Stadion (26). Dabei ent­wickelt das kombinationsfreudige Team von Cheftrainer Thorsten Gutzeit aus der variantenreichen 4-2-3-1-Grundordnung sowohl aus dem Spiel heraus als auch bei Stan­dards Gefahr für den Gegner.

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Die Schwächen

Leipzig: Die Roten Bullen sind der Meinung, beim ansprechenden 4:0-Sieg gegen Hannover gleich zwei Gegner besiegt zu haben: Die jungen 96er und die bis dato kol­portierte Heim­schwäche. Zuvor gelang ihnen lediglich ein Sieg auf eigenem Platz, zudem blieben sie noch nie ohne Gegentreffer in der RB-Arena. Für Pacult war das Thema Heim-Misere eh zu hoch aufgehängt: "Da hatte man zu viel hineininterpretiert. Wir haben auch daheim gute Spiele gemacht."

Kiel: Die mangelnde Souveräni­tät in Auswärtspartien speziell bei Ost-Clubs (drei Spiele, ein Punkt). Das liegt, so paradox es zunächst klingen mag, auch an zum Teil feh­lender Effektivität in der Chancen­verwertung. Und an der Defensive. Oder präziser formuliert: an der mitunter fehlenden Konzentrati­on im kollektiven Rückwärtsgang. Durch die offensive Ausrichtung klaffen bisweilen Lücken zwischen den jeweiligen Mannschaftsteilen. Nur zweimal spielten die "Störche" im Viertliga-Alltag zu null. Wie es besser funktionieren kann, zeigten dagegen die Pokal-Galas gegen die Zweitligisten Cottbus (3:0) und Duisburg (2:0). Hier standen die Kieler "naturgemäß" tiefer gestaffelt und damit kompakter.

Voraussichtliche Startelf

Leipzig: Borel - Müller, Ernst, Franke, Ko­cin - Röttger, Schulz, Rost, Rockenbach - Kutschke, Frahn - Es fehlen: Watzka (Knie-Operation), Hoffmann (Zerrung), Lager­blohm (Fersensporn), Rosin (instabiles Kniegelenk)

Kiel: Jensen - Herrmann, Steil, Berzel, Poggenberg - Kazior, Toksöz - Siedschlag, Sykora, Lindner - Heider - Es fehlen: Jür­gensen (rekonvaleszent nach Bänderriss im Sprunggelenk), Meyer (Schulter-Operation)

Guido Schäfer/ Andreas Geidel

11.11.11
 
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