Erst in der 110. Minute gelang dem HSV der entscheidende Treffer, als Dennis Aogo einen Freistoß aus 18 Metern in den Winkel zirkelte. "Wenn du zehn Minuten vor dem Ende so ein Tor kassierst, bist du im Kopf tot. Danach hat einfach der Glaube gefehlt", erklärte Innenverteidiger Oliver Stang zerknirscht.
Abzuwarten bleibt, ob die Mannschaft jetzt den Schalter umlegen kann. Ob ihr nach einem physisch und psychisch kräfteraubenden Pokal-Krimi direkt wieder die Konzentration auf den Regionalliga-Alltag gelingt. Der Tabellenzweite will seine Serie von zuletzt fünf Partien ohne Niederlage ausbauen. Aus Sicht von Linksverteidiger Thomas Drescher wird es zumindest kein leichtes Unterfangen: "Wenn man gegen Hamburg so große Chancen hat und am Ende doch ausscheidet, bleibt das sicher noch eine Weile in den Köpfen."
Mirko Blahak