
Nach der 0:3-Pleite in Havelse konnten sich die Hallenser damit nur bedingt rehabilitieren und blieben im zweiten Spiel in Folge ohne eigenen Treffer. Dabei begannen sie konzentriert, stellten im ersten Abschnitt die besser Mannschaft. So verzog Wegner nach Pass von Lindenhahn nur knapp (15.).
Kurz nach der Halbzeitpause war es Shala, der die beste Chance leichtfertig vergab (46.). Danach kamen die Gäste, die ihrerseits nun schon seit sieben Spieltagen auf einen Sieg warten, immer besser in die Partie. Horvat musste gegen D. Hartmann (69.) und bei einer Doppelchance (78.) der Lübecker sein ganzes Können aufbieten, um einen Rückstand zu verhindern. Auf der anderen Seite strichen ein Schuss von Wagefeld (67.) und ein Kopfball von M. Hartmann (69.) nur knapp am VfB-Gehäuse vorbei. In der Nachspielzeit war es erneut Wagefeld, der Pech mit einem Kopfball hatte, sodass es beim gerechten Remis blieb.
Dies sah auch Gäste-Coach Peter Schubert so: "In der ersten Halbzeit hatten wir Glück gehabt, dass Halle unsere Fehler nicht bestraft hat. In der zweiten Hälfte haben wir es aber immer besser gemacht, diszipliniert gespielt und hatten sogar die größeren Möglichkeiten. Für uns war es auch ein großer Anreiz in diesem neuen Stadion zu spielen." Und zwar vor einem Heimpublikum, das seine Mannschaft permanent nach vorn trieb und auch nach dem Schluss keine Unmutsäußerungen von sich gab. "Schade, dass wir den tollen Fans keinen Sieg schenken konnten", trauerte Keeper Darko Horvat den vergebenen Möglichkeiten nach.
"Das Unentschieden geht in Ordnung" resümierte Sven Köhler und stellte "eine gedrückte Stimmung innerhalb seiner Mannschaft fest. Die Fehler in der zweiten Halbzeit hätten auch ins Auge gehen können."
Klaus Blumtritt
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