Dennoch hat sich die Stimmung bei den Nordhessen entspannt. Interimstrainer Holger Brück bekam donnernden Applaus und auch die zuvor stark kritisierte Mannschaft wurde trotz der Niederlage mit freundlichem Beifall verabschiedet.
Kassel kämpfte leidenschaftlich, wurde aber nicht vom Glück begünstigt. Beim ersten Münchner Treffer sprang Torwart Domaschke am Ball vorbei, sodass van der Meulen einköpfen konnte. Vor dem zweiten Tor rutschte Wolf an der Eckfahne weg, Sene traf mit einem sehenswerten Hackentrick. Pech hatten auch Mayer und Damm, die jeweils nur das Aluminium trafen. In der Nachspielzeit wurde zudem Domaschke vom Platz gestellt.
Dabei hatte das Spiel für den KSV wunschgemäß begonnen. Bayern-Torwart Riedmüller vertändelte nach nur 58 Sekunden unbedrängt den Ball, Hajdarovic schob ins leere Tor ein. "In der Anfangsphase hätte ich mir mehr Ruhe und Übersicht von uns gewünscht", kritisierte Brück. So fuhr der spielerisch reifere FC Bayern am Ende einen verdienten Sieg ein.
Oliver Zehe