
Denn Koschlicks Elf hatte mit dem Derby gegen die Bayern-Reserve eines der beiden wichtigsten Spiele der Saison mit 2:1 für sich entschieden.
Sein Pendant Andries Jonker schwärmte zwar von der "super Atmosphäre" vor über 4000 Zuschauern im Grünwalder Stadion, zeigte sich aber von den "altbekannten Fehlern" seiner Mannschaft "irritiert". Erneut war man bereits zu Beginn der Partie durch Bobby Wood in Rückstand geraten (3.). Saer Sene gelang zwar per Strafstoß der Ausgleich (36.), es koste aber "viel Kraft, dauernd einem Rückstand hinterher laufen zu müssen", erklärte der 49-jährige Niederländer. Nach Marius Willschs 1:2 (64.) war offenbar nicht mehr genügend Energie vorhanden, sodass die Jonker-Elf eine Antwort schuldig blieb.
Anders als der 20-jährige Willsch. Übermannt von seinen Gefühlen konnte er es selbst nicht fassen, dass sein erster Treffer im insgesamt 27. Einsatz für die Löwen- Reserve "jetzt ausgerechnet das Siegtor im Derby war". Jonker erklärte in seiner bislang schwersten Stunde als Bayern-Trainer, "nicht das schlechteste Spiel" seines Teams gesehen zu haben. Doch auch Koschlick hatte nicht unrecht, als er den Sieg seiner Elf "nicht unverdient" nannte, da die Löwen "einfach mehr Leidenschaft und Siegeswillen" gezeigt hatten, wie 1860-Tormann Vitus Eicher resümierte.
Matthias Horner
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