Nun ist der Bayerische Fußballverband, größter Landesverband des DFB, auf seinem Verbandstag mit einem Antrag auf Grundlage eines Positionspapiers der Bayernligavereine vorgeprescht. Danach soll die Bayernliga wieder zur vierten Spielklassenebene gehören. Ob es dann sechs oder acht Staffeln insgesamt gebe, sei nicht entscheidend, heißt es, wobei dadurch automatisch zumindest eine Festlegung auf eine Erhöhung der bisherigen drei Staffeln impliziert ist.
Die Ligazuständigkeit soll wieder beim BFV liegen und nicht mehr, wie bisher in der vierten Spielklasse, beim DFB, was das Aus der Regionalliga in ihrer jetzigen Form bedeuten würde. Ein Lizenzierungsverfahren sei nicht gewünscht, und wenn, dann in deutlich reduzierter Form. Beim Streitpunkt zweite Mannschaften wird eine Deckelung von deren Anzahl auf ein Drittel aller Teams in der Liga gefordert. Aber auch eine Ausgliederung in eine eigene Reserverunde ist für die Klubs grundsätzlich denkbar.
"Frankfurt muss ein Signal bekommen, dass der derzeitige Zustand der Regionalliga aus Sicht der Bayernligavereine nicht sinnvoll ist", sagt Christoph Heckl, Trainer des FC Ingolstadt 04 II und Sprecher der Bayernligaklubs. Eine Reduzierung der Lizenzbedingungen sei sinnvoll, "um den Teams nicht die Tür nach oben zuzumachen."
Ob das Papier beim DFB-Bundestag im Oktober Gegenstand sein soll, ist derzeit noch unklar. Man wartet in Bayern zunächst auf Rückmeldungen aus Frankfurt und von anderen Verbänden.
Markus Riedl
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