Auch Tennis und Basketball betroffen?
Neumann: 500 Euro erhalten
Neumann sei vor dem Spiel bei Borussia Mönchengladbach II im Mai von einem Mann angesprochen worden, der von ihm verlangt habe, die Begegnung zu verlieren. Zudem solle er versuchen, weitere Verler Akteure für dieses Vorhaben zu gewinnen. Dafür habe man den Spielern einen Geldbetrag zwischen 5000 und 10.000 Euro versprochen.
Verl hat jedoch die Partie mit 4:3 gewonnen, weshalb es vor dem letzten Meisterschaftsspiel gegen den 1. FC Köln II zu einem Treffen an einem geheimen Ort gekommen, bei dem laut Klose die Worte fielen: "Wir haben viel Geld verloren und ihr seid dafür verantwortlich". Neumann seien 500 Euro übergeben worden, ohne weitere Optionen zu besprechen. Das 0:1 gegen Köln sei dann ein "Zufallsprodukt" gewesen. Neumann sei aus Angst nicht zur Polizei gegangen. "Man teilte Patrick mit, dass man ihm sonst gewisse Leute zum Training oder zu seinem Arbeitgeber schicken würde", so Klose.
Weitere Sportarten betroffen?
Unterdessen gibt es Berichte über weitere Sportarten, die betroffen sein könnten. Das Nachrichtenmagazin Spiegel nennt namentlich Basketball und Tennis. Demnach befänden sich in den Unterlagen der ermittelnden Staatsanwaltschaft Bochum Verdachtsmomente, wonach der mutmaßliche Drahtzieher der Manipulationen im Juni versucht haben soll, auch ein Spiel der Play-offs in der Basketball-Bundesliga (BBL) im Juni zu kaufen. Die Liga erklärte, sie habe schon vor einigen Tagen bei der Staatsanwaltschaft Akteneinsicht beantragt. "Denn der gesunde Menschenverstand hat uns gesagt, dass neben dem Fußball auch andere Sportarten betroffen sein könnten", sagte BBL-Boss Jan Pommer zum Sport-Informations-Dienst (SID). Pommer weiter: "Die Akteneinsicht wurde jedoch auch uns noch nicht gewährt. Folglich fehlen uns zum Handeln jegliche Anhaltspunkte. Und wir müssen handeln, es wird dringend. Insgesamt ist die Situation bedrückend."
Zudem bestünden laut Spiegel Hinweise, dass ein Frauen-Doppel beim Tennisturnier in Fes/Marokko im April dieses Jahres verschoben worden sein könnte. Auch die Zahl der im Fußball betroffenen Länder habe sich weiter vergrößert, von zuletzt neun auf jetzt 17 Länder.









