Der Verein meldete am Montag auf seiner Internetseite die Verpflichtung von Maximilian Mehring. Der 23-jährige Mittelfeldspieler war zuletzt ohne Verein und stand letzte Saison beim SC Freiburg unter Vertrag. Dort absolvierte er drei Zweitligaspiele und trat 25 Mal in der Regionalliga an.
"Wir sind sehr froh, dass wir Maximilian nach Darmstadt holen konnten. Mit ihm haben wir einen jungen, fußballerisch sehr gut ausgebildeten und läuferisch starken Spieler dazu gewonnen, der uns verstärkt und weitere Alternativen in unserem Kader schafft", zeigte sich Trainer Juskic über den Zugang erfreut. Mehring selbst verlieh seiner Freude über den Wechsel zum Böllenfalltor mit einem Versprechen Ausdruck: "Ich werde für die Lilien einhundert Prozent geben und hoffe somit, einen Beitrag leisten zu können, damit wir so schnell wie möglich den Tabellenkeller wieder verlassen."
Darmstadts Trainer Juskic kann dieser Tage ohnehin etwas gelassener in die Zukunft sehen: Mit dem Sieg gegen Ulm und einem ehrenwerten 1:1 beim Tabellenführer Freiburg II am Spieltag zuvor hat sein Team die Negativserie (sieben Niederlagen aus acht Spielen) erst einmal gestoppt. Die Forderung des Vorstands, der nach der 0:4-Klatsche bei 1860 München II die Mannschaft "unmittelbar und direkt" in die Erfolgsspur zurückgebracht sehen wollte, konnte der Serbe somit erfüllen. Und damit seinen Job erst einmal retten.
Juskic trug mit einer Personalentscheidung selbst dazu bei, die brenzlige Situation vorerst zu entschärfen: Der von ihm initiierte Torwarttausch im Spiel gegen Ulm - Joel Samaké für den angeschlagenen Stammkeeper Rainer Adolf - entpuppte sich als gelungener Zug: Samaké hielt in der 80. Minute beim Stand von 2:1 für Darmstadt einen Elfmeter und avancierte zum Matchwinner.
Der Aufwärtstrend der Hessen wurde auch in den folgenden Partien bestätigt: Im Regionalpokal (5:0 gegen Kreisoberligist TSV Höchst) zog der SV ins Finale gegen den Hessenligisten Viktoria Aschaffenburg ein, in einem Freundschaftsspiel vergangenen Samstag wurde Zweitligist FSV Frankfurt nach achtbarer Leistung ein 3:3 abgerungen.
Die Lilien haben nun am kommenden Sonntag beim Tabellen-Siebten SG Sonnenhof-Großaspach die Gelegenheit, den positiven Trend fortzusetzen und den Stuhl von Trainer Juskic ein weiteres Stück zu stabilisieren.
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