| Vorname: | Michael |
| Nachname: | Skibbe |
| Nation: | Deutschland |
| Verein: | Kardemir Karabükspor |

Der Hamburger SV hat das erste von vier Testspielen im Rahmen seines Trainingslagers im spanischen Marbella gewonnen. Beim 3:1 über den belgischen Erstligisten KSC Lokeren brachte HSV-Coach Thorsten Fink insgesamt 22 Spieler zum Einsatz, nur Zhi-Gin Lam war länger als 45 Minuten auf dem Platz. Mladen Petric sorgte mit einem Doppelpack für die 2:0-Pausenführung (40., 42.), Marcell Jansen steuerte per Kopf den dritten Treffer bei (52.). Für Lokeren verkürzte Hamdi Harbaoui (77.).
"Ich bin sehr zufrieden mit der Mannschaft. Sie hat sich nach harten Trainingseinheiten sehr gut präsentiert", bilanzierte Fink nach der Begegnung: "Wir haben das Spiel nach meiner Meinung dominiert. Es ist schön, dass wir gewonnen haben, obwohl das nicht unser erstes Ziel war."
Am Sonntag trifft der HSV an gleicher Stelle auf den von Christoph Daum betreuten FC Brügge. Weitere Testspielgegner sind ADO Den Haag und der spanische Drittligist UD Marbella.
Im Berliner Amateurstadion fand ein Testspiel zwischen Hertha BSC und Drittligist VfL Osnabrück statt. Beide Teams hatten im alten Jahr ihre Trainer ausgetauscht. Michael Skibbe leitet für den freigestellten Markus Babbel die Hertha, Pele Wollitz kehrte nach seiner Amtszeit in Cottbus zum VfL zurück, wo er Uwe Fuchs als Cheftrainer ablöste. Den ersten Erfolg durfte Skibbe feiern.
Drei Tage nach seinem Dienstantritt siegte der Hauptstadt-Klub in einem mit 3:2 (1:1). Vor 2500 Zuschauern erzielten Nikita Rukavytsya (39), Patrick Ebert (47.) und Jan Mauersberger (69.) per Eigentor die Treffer für die Gastgeber. Claus Costa (45.) und Elias Kashunga (73.) trafen für die Gäste. "Ich bin zufrieden. Die Mannschaft hat gegen einen starken Gegner ein gutes Kombinationsspiel gezeigt. Besonders Ronny hat mir gefallen", sagte Skibbe nach seinem Debüt und hob den brasilianischen Mittelfeldspieler heraus. Dabei schickte Skibbe in den beiden Hälften zwei komplett unterschiedliche Mannschaften aufs Feld. Am Samstag starten die Berliner nach Belek (Türkei) ins Trainingslager.
Der "Budenzauber" ist in den letzten Jahren mächtig aus der Mode gekommen, ein paar Mannschaften wagen sich aber dennoch in die Halle. Dabei hat sich Alemannia Aachen erstmals in die Siegerliste des Turniers um den Hessen Cup eingetragen. Der Zweitligist besiegte am Freitagabend in der mit 5000 Zuschauern ausverkauften Fraport Arena von Frankfurt den Bundesligisten 1899 Hoffenheim mit 5:4. Überragender Akteur im Finale war der Aachener Tobias Feisthammel mit zwei Treffern.
Die "kleinen" Offenbacher erwiesen sich einmal mehr als die Besten in Hessen. Im Spiel um den dritten Platz feierte der Drittligist ein deutliches 6:3 gegen den klassenhöheren Nachbarn FSV Frankfurt, der das Niveau nach einem 6:1 gegen Finalist Hoffenheim nicht mehr halten konnte. Die Kicker aus dem Kraichgau hatte sich in der Vorschlussrunde erst im Neunmeterschießen gegen Offenbach mit 4:3 (1:1) durchsetzen können.
Eine enttäuschende Vorstellung bot "Zugpferd" Eintracht Frankfurt. Wie beim Harder Cup in Mannheim schickte der Zweitligist eine verstärkte Reserve aufs Parkett und musste nach dem emotionalen Höhepunkt, dem 3:3 gegen den ewigen Rivalen Offenbach, wie in den vergangenen beiden Jahren schon nach der Vorrunde die Segel streichen. Nicht viel besser machte es Erstligist VfL Wolfsburg. Trainer Felix Magath hatte fünf seiner bisher sieben Neuzugänge im Aufgebot. Trotzdem gelang nur beim 0:0 gegen den FSV Frankfurt ein Punktgewinn.
Völlig fehl am Platz waren einige "Fans" beim Hallenturnier in Hamburg. Nach Angaben der Polizei haben sich mehrere Leute geprügelt. Bei der Auseinandersetzung wurden mindestens zehn Menschen verletzt. Warum die Anhänger des 1. FC St. Pauli und des VfB Lübeck aneinander geraten sind, war zunächst unklar. Die Polizei war mit zwei Hundertschaften in der Alsterdorfer Sporthalle im Einsatz, um die gewaltbereiten Fans zu trennen und Schlimmeres zu verhindern. Sowohl die erste als auch die zweite Mannschaft des Hamburger Zweitligisten St. Pauli und der Regionalligist aus Lübeck nahmen an dem internationalen Turnier teil, das am Samstag wegen Sicherheitsbedenken nicht weiter fortgesetzt wird.