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14.11.2011, 12:02

Leipzig - Kiel: Klubeigener Ligarekord mit 16 627 Zuschauern beim Gipfeltreffen

Frahn köpft Pacults Mannschaft an die Spitze

Leipzig eilt zuschauertechnisch von Rekord zu Rekord. Die Klub-Bestmarke in der Liga (14 248 Fans beim Spiel gegen Hannover II) hielt nur eine Woche - zum Gastspiel der Kieler Störche pilgerten nun 16 627 (!) Zuschauer in die Arena. Passend zum tollen Rahmen wurde ein immer spannendes und hart umkämpftes Regionalligaspiel geboten, das die Roten Bullen nicht unverdient 2:1 (1:1) für sich entschieden und damit an Kiel vorbei auf Rang eins zogen.

Daniel Frahn
Köpft sein Team an die Spitze: Daniel Frahn trifft im Spiel gegen Kiel doppelt.
© imagoZoomansicht

Mann des Tages war RB-Mittelstürmer Daniel Frahn, der doppelt traf und sein Saisonkonto auf elf Tore aufstockte. Kazior hatte die Kieler per Elfmeter in Führung gebracht (35.), Frahn egalisierte ebenfalls vom Strafstoßpunkt aus (37.).

Das Siegtor fiel in der 60. Minute durch einen Frahn-Kopfball nach Timo-Röttger-Flanke. Leipzigs ansonsten selten geprüfter Torhüter Pascal Borel rettete fünf Minuten vor Ultimo den Dreier, als er gegen den durchgebrochenen Tim Siedschlag spektakulär hielt. "Ab und zu muss ich auch mal einen fischen", beschrieb der Routinier nüchtern seine Glanzparade.

"Das war ein Sechs-Punkte-Spiel. Danke an unsere Fans, die Stimmung war sensationell. Jetzt können wir den anderen von oben zugucken", übermittelte Frahn Grüße an die Aufstiegs-Konkurrenz aus Kiel und Halle. Holstein Trainer Thorsten Gutzeit sprach von einem Spiel auf Augenhöhe, vermisste bei den Seinen im zweiten Durchgang aber den zuvor gezeigten Mut. RB habe gegenüber der Vorsaison "eine ganz andere Qualität", sei "besser organisiert". Gutzeits Kampfansage: "Wir bleiben dran, kämpfen weiter." Um den Aufstieg.

Dass rund 40 Kieler Schlachtenbummler aus dem Block entfernt werden mussten, weil sie sich als Pyromanen betätigten, war Gutzeit nicht entgangen. "Ich würde in diesem Zusammenhang nicht von Fans sprechen und distanziere mich von diesen Leuten. Das ist eine Schande."

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RB-Coach Peter Pacult lobte den "sehr spielstarken" Gegner, dem man aber wenig Raum gelassen habe. "Wir waren immer eng an den Leuten, das war der Schlüssel. Kompliment an meine Mannschaft. So einen Sieg nimmt man natürlich gerne mit." Und zwar mit in die nächste Samstags-Partie beim überraschend guten Berliner AK.

Kiel zeigte in Leipzig, warum sie stehen, wo sie stehen. Und warum sie im DFB-Pokal zwei Zweitligisten aus dem Wettbewerb kegelten. An einen wie auch immer gearteten Alleingang glaubt nach diesem Spiel niemand mehr.

Guido Schäfer

14.11.11
 
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