"Inhaltlich muss ich nicht viel ändern, da die sportliche Arbeit bisher sehr vernünftig war", sagte der neue Coach, der hauptberuflich als Immobilienberater bei einer Bank tätig ist und diesen Job nicht für den Fußball aufgeben will. Deshalb ist sein Engagement beim Regionalliga-Team auch nur bis zum Jahresende befristet. Es ist von Vereinsseite allerdings nicht ausgeschlossen, dass aus dem Interimscoach noch eine Dauerlösung werden kann.
Sportliche Gründe für die Vertragsauflösung mit Peter Schubert gab es nicht. Nach den Querelen der vergangenen Wochen, in denen Schubert vor allem eine schlechte Außendarstellung vorgeworfen wurde, hatte der Trainer intern erklärt, am Saisonende aufhören zu wollen. Der Vorstand nahm das zum Anlass, um einen sofortigen Wechsel zu vollziehen, der letztlich in beiderseitigem Einvernehmen erfolgte.
"Es sollte kein Vakuum entstehen", erklärte Vorstandssprecher Holger Leu. "Im Winter stehen wichtige Weichenstellungen bevor." Die soll nun ein sportliches Kompetenzteam treffen, dem Skwierczynski sowie Co-Trainer Ingo Popp, Team-Manager Jörg Franke, A-Jugend-Coach Michael Hopp und der künftige U-21-Trainer Wolf Müller angehören.
Mit Peter Schubert geht dem Verein jedoch Kompetenz verloren. "Er war in dieser Beziehung die optimale Besetzung des Trainerpostens", erklärte Leu. "Aber es gehört auch dazu, wie geschickt man agiert und wie man rüberkommt." Letzteres gelang dem Schwaben zuletzt nicht mehr.
"Mir hat die Arbeit mit der Mannschaft immer Spaß gemacht", sagte Schubert und umschrieb die Problematik so: "Es war zuletzt ein Kampf gegen Windmühlen, der Kraft kostet und von der eigentlichen Arbeit ablenkt. Auch wenn der Wind weniger wird, bleiben die Windmühlen. Und ich bin nicht Don Quixote."
Christian Jessen
| Zeit | Sender | Sendung |
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| 11:15 | SKYS1 | Fußball: UEFA Europa League |
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