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15.11.2012, 10:55

Zweckgemeinschaft beim BAK

Unerwartet: Härtel verlässt Berlin - nur wann?

Paukenschlag beim Berliner AK: Trainer Jens Härtel wird seinen 2013 auslaufenden Vertrag nicht verlängern. Seine Philosophie passt nicht mehr zu der des Klubs. Obwohl Härtel versichert bis zum Ende der Saison weiterarbeiten zu wollen, ist jetzt sogar eine vorzeitige Trennung denkbar.

Trainer Jens Härtel
Die Zusammenarbeit zwischen dem Berliner AK und Trainer Jens Härtel neigt sich dem Ende zu.
© imagoZoomansicht

In seinen bisherigen eineinhalb Jahren ist es Jens Härtel gelungen, dem Berliner AK, dem lange Zeit das Etikett Skandalklub anhaftete, ein positives Image zu verleihen. Mehr noch - durch den 4:0-Sensationssieg in der ersten Runde des DFB-Pokals über 1899 Hoffenheim war er mit seiner Mannschaft wochenlang in aller Munde, hat mit seiner Mannschaft bundesweit Schlagzeilen produziert. Positive wohlgemerkt, was bis zu seiner Amtsübernahme im Sommer 2011 eher untypisch war. So ganz nebenbei wird sein Name wohl noch lange in den Geschichtsbüchern verewigt bleiben, denn mit so einer hohen Niederlage wie die TSG ist noch kein Bundesligist gegen einen drei Klassen tieferen Außenseiter aus dem lukrativen Pokalwettbewerb katapultiert worden.

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Die derzeitige Mannschaft des Berliner AK trägt Härtels Handschrift, hat er sie doch größtenteils mit Fikret Ceylan zusammengestellt. Doch gerade hier liegt auch einer der Gründe, warum er in der vergangenen Woche verkündet hat, seinen am Ende der Saison auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. "Einige entscheidende Leute sind nicht mehr da", sagt Härtel und verweist in erster Linie auf den damaligen Manager Ceylan und die 3. Vorsitzende und "Mädchen für alles" Antje Tiedemann, die ihren Posten erst kürzlich aufgab. Ansonsten will sich der 43-Jährige zu seinem Abschied öffentlich nicht äußern. Nur so viel: "Es sind viele kleine Mosaiksteine, die da zusammengekommen sind. Beim BAK haben wir das Ende der Fahnenstange erreicht. Mein Weg ist ein anderer als der des Berliner AK." Und an den Vorstand gerichtet: "Es werden hier Dinge infrage gestellt, die man nicht mehr infrage stellen sollte."

"Wir waren nicht mehr hundertprozentig von Jens Härtel überzeugt."BAK-Manager Erdogan Dogan

Damit meint er sich selbst - doch der derzeitige Manager Erdogan Dogan relativiert. "Uns hat seine fehlende Bereitschaft zum Weitermachen auch überrascht. Eigentlich wollten wir nur die Planung für die Rückrunde forcieren, da konfrontierte er uns mit der Aussage, dass wir mit einigen etwaigen Kandidaten Kontakt aufgenommen haben sollen. Dies ist aber definitiv nicht der Fall gewesen", versichert der 36-Jährige, der seit dem Sommer dieses Jahres im Amt ist. Der Manager stellt aber auch klar: "Wir waren nicht mehr hundertprozentig von Jens Härtel überzeugt. Keine Frage, er ist ein sehr guter Trainer, hat viel in den vergangenen eineinhalb Jahren erreicht, aber seine und die Philosophie des Vereins sind nicht mehr die gleichen." Der Klub will sich immer mehr als Ausbildungsverein positionieren, während Härtel sportlich ehrgeizigere Ziele anstrebt: "Ich möchte in Zukunft nicht mehr von der Hand in den Mund leben."

So ist nun nicht mehr die Frage, ob Härtel den Verein verlässt, sondern wann. Während der Trainer des Tabellensechsten versichert, bis zum Saisonende "professionell und akribisch" weiterarbeiten zu wollen, betont Dogan: "Wir müssen auf alle Eventualitäten vorbereitet sein." Zusammen mit dem Präsidenten Mehmet Ali Han wird er nun intensiv den Trainermarkt sondieren. Beide Parteien bemühen sich, die unausweichlich gewordene Trennung ohne negative Nebengeräusche zu vollziehen. Doch ob die Zweckgemeinschaft unter diesen Umständen bis zum offiziellen Vertragsende halten wird, bleibt anzuzweifeln.

15.11.12
 
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weitere Infos zu Härtel

Vorname:Jens
Nachname:Härtel
Nation: Deutschland
Verein:

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