| Vorname: | Frank |
| Nachname: | Eulberg |
| Nation: | Deutschland |
| Verein: | Goslarer SC 08 |
kicker: Herr Eulberg, nach ordentlichem Saisonstart gab es erst drei Niederlagen, jetzt drei Siege in Folge. Wie erklären Sie den Umschwung?
Frank Eulberg (49): An der Torausbeute und der Defensiv-Arbeit gab es anfangs viel zu bemängeln. Nach fünf Spielen hatten wir 7:14 Tore. Doch haben Mannschaft, Trainer und Verein Ruhe bewahrt, sind enger zusammengerückt. Wir haben intensiv an der Defensive gearbeitet, Wert auf schnelles Umschalten gelegt. In Wilhelmshaven haben wir mit einem Kraftakt nach 0:1 die Partie gedreht, das war der Wendepunkt. Gegen Rehden lagen wir auch 0:1 zurück, sind überragend zurückgekommen. In einer Tabelle nur der zweiten Hälfte wäre der GSC sicher ganz oben dabei, ein Verdienst der hervorragenden physischen Basis.
kicker: Sie haben eine Stammelf gefunden, einige der Säulen der Oberliga-Saison müssen auf der Bank Platz nehmen. Wie bleibt Ruhe in der zweiten Reihe?
Eulberg: Das Team ist charakterlich einwandfrei, alle ziehen mit. Auffallend ist die Entwicklung nach der Rückkehr des lange verletzten Mirhudin Kacar, der zwar noch nicht in Topform ist, aber auf dem Platz und in der Kabine viel Stabilität und Halt gibt. Er nordet die Unzufriedenen schon mal ein. Und jetzt bremst er auch, damit keiner abhebt.
kicker: Ihr Team steht mittlerweile in der oberen Tabellenhälfte, reifen da auch bei Ihnen Träume?
Eulberg: Nach oben zu denken, verbietet sich. Denn nach gutem Saisonstart haben wir uns in falscher Sicherheit gewogen, zu lässig agiert und dann dreimal verloren. Ich werde dabei nicht müde zu betonen, dass wir 40 Punkte wollen, alles andere ist zweitrangig.
kicker: Das Thema Verstärkungen ist also abgehakt?
Eulberg: Ich habe immer gesagt, wir haben eine gute Qualität im Team. Gerne hätte ich noch einen Innenverteidiger gehabt, aber der Markt gab nichts Passendes her. Also haben wir beschlossen, bis zum Winter so weiterzumachen, jeder kann sich jetzt präsentieren.
kicker: Als nächster Gegner kommt der VfB Lübeck. Eine klare Sache?
Eulberg: Ich habe den VfB in Bremen gesehen, die sind in der Defensive super organisiert. Die gehören nicht in den Tabellenkeller. Das wird ein harter Brocken für uns.
Interview: C. Kluge