| Vorname: | Antonio |
| Nachname: | Abbruzzese |
| Nation: | Italien |
| Verein: | Viktoria Aschaffenburg |

Der Italiener wusste aber beide Reaktionen richtig einzuordnen. "Ich habe immer Ruhe bewahrt und war mir meiner Sache absolut sicher. Für uns war außerdem stets klar, dass wir keine Panikaktionen unternehmen. Wir haben einen begrenzten Etat, und mit dem arbeiten wir." Die wachsende Nervosität im Umfeld war ihm dennoch nicht entgangen. "Natürlich werden in so einer Phase von außen auch negative Dinge hereingetragen. Aber ich muss besonders der Mannschaft ein großes Kompliment machen, sie hat in dieser kritischen Zeit Charakter bewahrt."
Abbruzzese, der zugleich als Vizepräsident Sport amtiert, hat mittlerweile die Zielsetzung der Aschaffenburger korrigiert. Wollte man vor der Saison noch "hörbar ans Tor zur 3. Liga" klopfen, so steht nun fest: "Für uns geht es zunächst ausschließlich um den Klassenerhalt." Auch Präsident Markus Kammann hatte keine Veranlassung gesehen, eine Personaldebatte loszutreten. "Antonio Abbruzzese ist unser Trainer - darüber brauchen wir gar nicht zu diskutieren." Kammann verwies schon vor dem Spiel auf die Tabelle: "Wir sind nicht abgeschlagen, der Abstand zu besseren Regionen der Tabelle ist überhaupt nicht groß."
„Haben gezeigt, dass wir es doch noch können.“Simon Schmidt, Mittelfeldakteur bei Viktoria Aschaffenburg
Mit dem Sieg über Buchbach hat sich die Viktoria nun erst einmal wieder von den Abstiegsplätzen entfernt. Wichtiger als der Sieg war aber das deutlich engagiertere und kämpferischere Auftreten der Mannschaft, die erkennen ließ, dass sie den Abstiegskampf annehmen will. Simon Schmidt (28), mit zwei Torvorlagen am Samstag einer der Matchwinner, registrierte erfreut: "Wir haben gezeigt, dass wir es doch noch können. Daher war dieser Sieg nach der langen Niederlagenserie ganz besonders wichtig für uns."
Ob die Aschaffenburger nun eine kleine bis große Siegesserie starten, wird sich am Samstag (14 Uhr) in Frohnlach zeigen.
Klaus Gast