
Es war nicht davon auszugehen, dass die U 23 des FC Bayern ungeschlagen durch die Liga marschieren würde. Der Zeitpunkt der ersten Niederlage allerdings überraschte. Vor allem aber die Art und Weise. So verwunderte etwa die kopflose Schlussphase bei der 0:1-Heimniederlage gegen den VfL Frohnlach.
Trainer Mehmet Scholl jedenfalls war sichtlich geschockt angesichts der bescheidenen Darbietung. Seine erste Reaktion: Noch am Spieltag lud er seine Mannschaft zu einer ausgiebigen Laufeinheit an der Säbener Straße ein. "Manche sind einfach nicht in der Lage zuzuhören", schimpfte er. Zudem machte Scholl bei einigen Akteuren ein "Problem mit der Einstellung" aus.
Zwar hatte der Ex-Profi den Aufstieg bereits nach dem dritten Remis im dritten Spiel ad acta gelegt. Was damals aber noch nach einer taktischen Maßnahme roch, um den Druck von seiner Mannschaft zu nehmen, scheint sich nun als prophetische Weissagung zu entpuppen.
Während die Horde Jungspunde, die teils noch U 19 spielen dürfte, im ersten Jahr ohnehin Welpenschutz genießt, steht von den drei neu verpflichteten Routiniers bislang einzig Stefan Buck (32) außerhalb jeder Diskussion. Altin Lala (36) verletzte sich nach drei durchwachsenen Einsätzen, spielt seither keine Rolle. Angreifer Tobias Schweinsteiger (30) enttäuscht bis dato auf ganzer Linie. Am Samstag musste er 90 Minuten von der Bank aus mit ansehen, wie der heillos überforderte Youngster Dale Jennings (19) seine Vertretung übernahm.
Positiv: Mit nur fünf Gegentoren stellt die Scholl-Elf die beste Abwehr der Liga. So dürfen sich, neben den beiden Offensiv-Kräften Patrick Weihrauch (18) und Bastian Fischer (19), die Innenverteidiger Lukas Grill (19) und Daniel Wein (18) zu den wenigen Gewinnern beim FCB II zählen.
Matthias Horner
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