In der Startelf der deutschen U21 gab es nur eine kleinere Überraschung: Ashkan Dejagah vom VfL Wolfsburg hatte seine Schädelprellung aus der Bundesliga-Partie gegen den 1. FC Köln (2:1) überwunden. Ansonsten musste DFB-Trainer Dieter Eilts auf etliche verletzte Spieler verzichten. So auch auf Bayern Münchens Supertalent Toni Kroos, der wegen einer Oberschenkelblessur weiter auf sein Debüt warten muss. U19-Europameister Richard Sukuta-Pasu (Bayer Leverkusen) saß zunächst auf der Bank.
Die deutsche Mannschaft wirkte von Beginn an fahrig und unkonzentriert. Zwar besaß das Eilts-Team ein optisches Übergewicht, doch der Zug zum Tor fehlte.
In der 16. Minute gerieten die deutschen Junioren auch noch in Rückstand. Eine Flanke von der linken Seite durch Patras wollte Aogo per Brust zu Torhüter Fromlowitz zurückspielen. Der Versuch ging allerdings völlig schief, der Ball landete zum 0:1 im Netz.
Auch danach ging kein Ruck durch das deutsche Team. Kaum Bewegung, kaum Einsatzbereitschaft, keinerlei Ideen oder Impulse. Die moldawische Abwehr hatte keine Mühe, die Angriffsbemühungen der deutschen U21 zu unterbinden. Die einzige Chance hatte Hennings in der 35. Minute, doch Moldawiens Torhüter Cebanu parierte. So ging es mit dem Rückstand in die Kabinen.
Auch im zweiten Durchgang erwachte die deutsche U21-Auwahl nicht aus ihrer Lethargie. Seltsam blutleer und kraftlos präsentierten sich die deutschen Junioren.
Lediglich Aogo war auf der linken Seite war bemüht, dem Hamburger war anzusehen, dass er seinen Fauxpas wieder gutmachen wollte. Alleine wurde er von seinen Mitspielern im Stich gelassen.
So verstrich die Zeit relativ ereignislos. Die deutschen Junioren konnten den Schalter nicht mehr umlegen. Behäbig, langsam und ideenlos trug die U21 ihre Angriffe vor. Die kompakte und kompromisslose moldawische Abwehr wurde so kaum gefordert.
Lediglich Standardsituationen sorgten für etwas Gefahr. Doch bei zwei Kopfbällen durch Hummels (64., 78.) fehlte auch das nötige Quäntchen Glück. Auch die Hereinnahme von U19-Europameister Sukuta-Pasu brachte nicht mehr den gewünschten Effekt.
Nach einer indiskutablen Leistung verliert die deutsche U21-Auwahl mit 0:1 (0:1) in Moldawien. Für das Team von Dieter Eilts war es die erste Niederlage in der EM-Qualifikation. Nun kommt es am 9. September zu einem "Endspiel" gegen Israel.
"Insgesamt war es eine enttäuschende Leistung", meinte Eilts: "Wir haben gut angefangen und sind dann durch ein kurioses Tor in Rückstand geraten. Danach haben wir zu wenig Passsicherheit, Passschnelligkeit und Bewegung gezeigt." Die Situation in der Gruppe hat sich nach Ansicht des Coachs nicht entscheidend geändert: "Die Situation in unserer Gruppe hat sich nicht geändert, weil schon vorher klar war, dass wir in den beiden kommenden Spielen gegen Nordirland und Israel Punkte holen müssen."
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