Gegenüber dem 2:1 zum Länderspielauftakt 2008 gegen Belgien nahm U21-Coach Dieter Eilts fünf Änderungen vor. Sami Khedira (Stuttgart), Dennis Grote (Bochum), Baris Özbek (Galatasaray), Jerome Boateng (Hamburger SV) und Rouwen Hennings (Osnabrück) spielten für Dennis Aogo, Jan Rosenthal, Patrick Ebert, Ashkan Dejagah und Marko Marin. Im Tor erhielt erneut Thorsten Kirschbaum (Hoffenheim) den Vorzug vor Manuel Neuer (Schalke).
Bei winterlichen Temperaturen - immerhin hörte der Schneefall rechtzeitig zu Spielbeginn auf - übernahmen die deutschen Junioren von Beginn an das Kommando. Allerdings tat sich das Eilts-Team gegen den "Underdog" sehr schwer. Luxemburg baute vor der Vierer-Abwehr-Kette ein kompaktes Mittelfeld mit fünf Mann auf, im Angriff war Stefano Benis auf sich allein gestellt.
Zu oft wurde versucht, durch die Mitte zum Erfolg zu kommen. Kein probates Mittel gegen die vielbeinige Abwehr der Luxemburger. Bezeichnend, dass das einzige Tor vor der Pause glücklich zu Stande kam. Nach einem Seitenwechsel von Boateng legte Özbek per Brust auf Khedira ab. Der Stuttgarter zog von der Strafraumgrenze ab. Luxemburgs Kapitän Tim Lehnen fälschte den Schuss unhaltbar für Keeper Fabiano Castellani ab (28.).
Das Spiel wurde dadurch aber nicht besser. Zu behäbig und durchsichtig wurden die Angriffe vorgetragen, zudem wurde viel zu oft nach innen gezogen. Einzig nennenswerte Aktion war eine Großchance von Hennings (37.), der aber aus fünf Metern freistehend Castellani anschoss.
Eilts musste in der Kabine die richtigen Worte gefunden haben, denn seine Elf kam wie verwandelt zurück auf den Platz. Plötzlich war viel mehr Tempo im Spiel, die deutschen Spieler ließen Ball und Gegner laufen und schlugen durch gekonnte Kombinationen auf den Flügeln Löcher in die luxemburgische Abwehr.
Und die deutsche U21 konnte ihre Überlegenheit schnell in Tore ummünzen. Khedira (47., 58.), Özil (50.) und Hennings (54.) schraubten das Ergebnis binnen weniger Minuten auf 5:0.
Durch diesen Zwischenspurt war die Entscheidung natürlich gefallen. Eilts nutzte die Gelegenheit, um einigen Akteuren noch Spielpraxis zu vermitteln. So kam Offenbachs Niko Bungert in der 64. Minute zu seinem Debüt in der U21. Fünf Minuten vor dem Abpfiff stellte dann Özbek per Kopf den Endstand her.
"Wir sind schwer ins Spiel gekommen. In der zweiten Halbzeit hat die Mannschaft aber gezeigt, was sie wirklich kann", sagte Eilts.
Durch den Erfolg übernahm die deutsche U21 mit nunmehr 13 Punkten die Tabellenführung in der EM-Qualifikationsgruppe 9. Im Mai bestreiten die deutschen Junioren zwei Testspiele gegen die Ukraine (23. Mai) und Dänemark (28. Mai), ehe am 19. August das nächste Quali-Spiel in Moldawien auf dem Programm steht.
| Deutschland |
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![]() Aufstellung: Kirschbaum (3) - Beck (2,5) , Hummels (3) , Höwedes (3) , Boateng (3,5) - Baris Özbek (2) , Kruska (3) , Grote (3) - Hennings (3) Trainer:
Eilts |
| Luxemburg |
Gelbe Karten |
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