
DFB-Trainer Rainer Adrion stellte seine Anfangsformation im Vergleich zum 6:1 gegen Argentinien auf vier Positionen um: Für Jung, Sorg, Esswein (Grippe) und Polter rückten Jantschke, Thesker, Bellarabi und Volland ins Team.
In Rostock baute sich Weißrussland mit allen Mann in der eigenen Hälfte und vor allem kompakt vor dem eigenen Strafraum auf. Die DFB-Elf hatte viel Ballbesitz, initiierte ihre Angriffe zunächst meist über die rechte Angriffsseite (Beister), kam dabei aber zunächst nicht zum Abschluss.
Gegen die massierte Deckung der Gäste waren Fernschüsse ein probates Mittel - Leitners Knaller rauschte einen Meter am Winkel vorbei (11.).
Gegen die destruktiven Weißrussen, die offensiv nicht stattfanden, waren Holtby & Co. oft zum Querpass gezwungen. Die Gäste verschoben sich gut und stellten die Räume zu, auch der gefühlte Ballbesitz der Adrion-Elf von 80 Prozent förderte zunächst keine weitere zwingende Torchance zu Tage.
Der Einbahnstraßenfußball Richtung Gästetor hielt an, nach einer knappen halben Stunde Geduldsspiel folgte die bis dorthin beste Phase des nun handlungsschnelleren deutschen Nachwuchses. Lebedev grätschte gerade noch rechtzeitig gegen Beister (28.). Keeper Ignatovich blieb gegen Bellarabis Schuss vom linken Fünfereck Sieger, das leichte Festhalten von Lebedev gegen den nachsetzenden Leitner erachtete der Unparteiische als nicht elfmeterwürdig (31.). Und wieder Leitner brachte Bellarabis flache Hereingabe nicht Richtung Tor (35.).
Nach der besten Kombination im ersten Durchgang zwischen Leitner und Rode, der per Hackentrick auflegte, scheiterte der auffällige Dortmunder mit einem schönen Schlenzer von der Strafraumgrenze an der Latte (43.) - dann war Pause.
Mit Mlapa für Volland startete das DFB-Team in Durchgang zwei, der das gleiche Bild lieferte. Bellarabi verpasste Beisters Hereingabe knapp (48.), wenig später hätte es Elfmeter geben müssen, als Tsyvilko Beister von den Beinen holte, doch wieder blieb die Pfeife von Referee Zelinka stumm (53.).
Wenig später fiel das überfällige 1:0: Leitner tanzte Klopotsky mehrmals aus und flankte scharf von der Grundlinie, und in der Mitte netzte Beister aus kürzester Distanz volley ein (58.).
Und nur wenig später war der Doppelschlag perfekt: Jantschke flankte von halbrechts, im Strafraum war Khvaschinski mit der Hand am Ball - Elfmeter! Leitner verwandelte sicher (63.).
Adrion brachte Herrmann und Polter für Bellarabi und Leitner. Und eine Koproduktion der beiden Einwechselspieler sorgte für den Endstand: Herrmann enteilte der gegnerischen Abwehr am linken Flügel, seine Flanke über die Deckung hinweg nickte Polter in der Mitte ungedeckt locker ein (75.).
Die Schlussphase verschaffte beiden Teams noch gute Gelegenheiten zu weiteren Toren, am Ende aber blieb es bei dem ungefährdeten 3:0-Erfolg des deutschen Nachwuchses.
Einen Termin haben die Adrion-Schützlinge noch: Am 10. September steht das letzte Gruppenspiel in Sarajevo gegen Bosnien-Herzegowina (17 Uhr) an.
| Deutschland |
|---|
| Weißrussland |
![]() Aufstellung: Ignatovich (3) - Tsyvilko (5) , Palitsevich (4,5) , Klopotsky (5) , Anyukevich (5) - Lebedev (4,5) - Volovik (5) , Bykov (5) , Aleksievich (5) , Vergeychik (5,5) Einwechslungen: 51. Premudrov (4,5) für Lebedev 64. M. Volodko für Khvaschinski 79. Khlebosolov für Volovik Trainer:
Vergeenko |