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23.10.2008, 14:25

Allofs zeigt Verständnis für Frings

Ballack: "Termin mit Chelsea absprechen"

Michael Ballack hat sich nach der harschen Replik von Bundestrainer Joachim Löw auf sein Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung grundsätzlich für ein Gespräch offen gezeigt, jedoch den Ball zunächst wieder zum DFB zurückgespielt: Einen Termin für das von Löw geforderte Vier-Augen-Gespräch müsse der DFB "mit meinem Arbeitgeber FC Chelsea absprechen", so Ballack in der "Bild"-Zeitung. Persönlich habe sich Löw noch nicht bei ihm gemeldet.

Joachim Löw und Michael Ballack
Aussprache gewollt, Termin noch offen: Bundestrainer Joachim Löw und Kapitän Michael Ballack.
© imagoZoomansicht

"Ich freue mich, dass der Trainer wieder den Dialog mit mir sucht", so Ballack, der nach eigenen Angaben sich auf das Gespräch mit Löw "freue".

Ballack hatte in dem Interview mit der FAZ den Bundestrainer Löw kritisiert und die Vermutung geäußert, dass der unter Druck geratene Bremer Torsten Frings den ausgerufenen Konkurrenzkampf "nicht gewinnen kann". "Wenn man einen nicht mehr will, sollte man das ehrlich ansprechen. Respekt und Loyalität ist doch das Wenigste, was man als verdienter Nationalspieler erwarten kann."

Am Mittwoch glühten wegen des Interviews die Telefondrähte zwischen Löw, DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger, Teammanager Oliver Bierhoff, Co-Trainer Hans Flick und dem Sportpsychologen des DFB-Teams, Dr. Hans-Dieter Hermann. Am Nachmittag wies der Bundestrainer schließlich seinen Kapitän in einer vom DFB verbreiteten Stellungnahme zurecht ("Ich lasse mir das nicht gefallen") und forderte ihn auf, zum Rapport nach Deutschland zu kommen. "Alles Weitere wird man dann sehen, meine Entscheidung hängt auch vom Verlauf des Gesprächs ab." Gut möglich, dass Michael Ballack dann nicht mehr Kapitän der Nationalmannschaft ist, sogar ein kompletter Rauswurf aus dem DFB-Team erscheint möglich.

Wenig Verständnis für Ballack äußerte am Donnerstag Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge: "Michael Ballack muss einsehen, dass er weit übers Ziel hinausgeschossen ist, und sich beim Bundestrainer entschuldigen." Interne Kritik sei hinter verschlossenen Türen zu äußern. Rummenigge weiter: "Wir können auf Ballack als Kapitän nicht verzichten, aber Michael muss ganz schnell das Gespräch mit Joachim Löw führen, denn so etwas kann sich kein Trainer gefallen lassen."

Frings: "So etwas geht einfach nicht"

Torsten Frings, der mit Ballack schon aus gemeinsamen Zeiten in der U21-Auswahl kennt, gab Ballack für dessen Kritik Rückendeckung. "Er merkt auch, wenn etwas nicht korrekt abläuft", so Frings am frühen Donnerstagmorgen nach dem 2:2 der Bremer in Athen und fügte hinzu: "Wenn er meint, etwas läuft nicht korrekt ab, dass er dann was sagen muss, das ist sein gutes Recht", meinte der Bremer. Frings erwägt weiterhin einen Rücktritt aus der Nationalmannschaft ("Ich werde mich in Bremen mit dem Trainer, dem Manager, meiner Familie und Freunden beraten und dann eine Entscheidung treffen.") und kritisierte erneut die Umstände um seinen Kurzeinsatz gegen Russland und die Nichtberücksichtigung gegen Wales: "Was mich aufregt, ist die Art und Weise, wie man das mit mir gemacht hat, wie man mit mir umgesprungen ist. So etwas geht einfach nicht." An dem ausgerufenen Konkurrenzkampf jedenfalls habe es nicht gelegen: "Ich bin seit über zehn Jahren Profi, mir wurde nichts geschenkt und ich habe mich nie gegen einen Konkurrenzkampf gewehrt."

Werder-Sportdirektor Klaus Allofs hält ein klärendes Gespräch zwischen Frings und Löw für unausweichlich: "Jetzt muss direkt miteinander geredet werden. Es wäre schade, wenn ein solcher Spieler vorzeitig seine Nationalelf-Karriere beenden würde." Das gelte auch für Michael Ballack. "Ich kann allen nur raten, dass man sich schnell zusammensetzt und das unter vier Augen - oder sechs Augen, wenn es nötig ist - bespricht", so Allofs am Donnerstag in Bremen. Für seinen Spieler äußerte er Verständnis: "Ich habe mit Torsten über seine Situation gesprochen. Zum Teil kann ich seine Beweggründe nachvollziehen."

23.10.08
 

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