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10.10.2008, 12:41

Enke bricht sich die Hand, Adler vor Debüt

Enke: "Eigentlich eine harmlose Situation"

Schock für Bundestrainer Joachim Löw und den Bundesligisten Hannover 96: Nationaltorwart Robert Enke hat sich zwei Tage vor dem wichtigen WM-Qualifikationsspiel gegen Russland beim Geheimtraining am Mittwoch eine schwere Handverletzung zugezogen.

Robert Enke
Erlitt einen jähen Rückschlag im Kampf um die Nummer eins im deutschen Tor: Robert Enke.
© imagoZoomansicht

Die Diagnose Kahnbeinbruch ist inzwischen bestätigt, Enke wurde bereits in Hamburg operiert und wird seinem Verein Hannover 96 drei Monate fehlen.

Noch am Mittwoch hatten die Verantwortlichen Hoffnung gehegt, dass die Blessur nicht so schwerwiegend sei. Enke hatte sich bei einer unglücklichen Faustabwehr nach einem Schuss von Philipp Lahm das Handgelenk umgebogen und danach Schmerzen verspürt. "Es war eigentlich eine harmlose Situation: ein Schuss. Ich konnte die Hand nicht richtig stabilisieren. Sie ist mir nach hinten weggegangen. Da habe ich schon gemerkt, dass es etwas Schlimmeres sein kann", sagte der Schlussmann.

Enke sollte Recht behalten. Die Verletzung war beileibe nicht nur eine Verrenkung, wie anfangs vermutet. Laut Teammanager Oliver Bierhoff, der am Donnerstag zur PK erschienen war, gab eine Kernspintomographie am Vormittag Klarheit darüber, dass das Kahnbein gebrochen ist.

Der 31-jährige Enke hatte beste Karten, im Spiel gegen den EM-Halbfinalisten in der Startelf zu stehen und seinen fünften Länderspieleinsatz zu feiern.

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Für Enke wird nun der Leverkusener René Adler im Kasten stehen, desweiteren steht der Bremer Tim Wiese in Löws Kader. Dies ließ Löw am Freitag durch Torwarttrainer Andreas Köpke bekanntgeben. Das Torhüter-Duo Adler/Wiese hat noch kein Länderspiel absolviert. Ersterer galt nach der EM und dem Rücktritt von Jens Lehmann (VfB Stuttgart) ohnehin schon als zukünftige Nummer eins, wurde jedoch durch eine Schulterverletzung zunächst zurückgeworfen. Daraufhin stand Enke in den drei Spielen der Nationalelf nach der EM im Kasten und lieferte überzeugende Leistungen ab. In der Bundesliga etablierte sich Enke in den ersten sieben Saisonspielen als einer besten Schlussmänner im deutschen Oberhaus (kicker-Notenschnitt 2,79).

Auch Adler (2,88) fand nach seiner Genesung schnell zu alter Form zurück. Löw bescheinigte ihm dies am Mittwoch. Nun rückt also der "Junge" wohl schneller wieder zwischen die Pfosten, als dies erwartet werden konnte. "Enke hat einen kleinen Vorteil", hatte Löw noch kurz vor der Verletzung erklärt. Der Spieler selbst wollte "so halten, dass der Trainer keinen Grund hat, mich rauszunehmen". Dies gelang ihm bis zum Zeitpunkt der Handverletzung.

Auch Adler ("Es tut mir wahnsinning leid für Robert, denn wir verstehen uns auch privat sehr gut.") hatte sich am Mittwoch optmistisch, aber vor allem realistisch gezeigt. "Robert hat aktuell die Nase vorn", so der Leverkusener. Des einen Pech, des anderen Glück. Adler kennt das. "So ist das im Sport. Ich will auch gar nicht mehr darüber spekulieren, was gewesen wäre, wenn ich mich nicht verletzt und vielleicht auch schon eine Chance bekommen hätte", sagte der 23-jährige Blondschopf, bevor er von Enke Verletzung wissen konnte. Diese Chance bekommt er nun schon am Samstag in Dortmund (20.45 Uhr). Bierhoff bescheinigte Adler jedenfalls "gute Präsenz" und eine entschlossene Ausstrahlung auf dem Platz. Eine Torwartproblem habe Deutschland noch nie gehabt.

Adler traut es sich ohne weiteres zu, am Samstag im Tor zu stehen. "Wir spielen bei Leverkusen ein ähnliches System wie in der Nationalmannschaft. Deshalb sehe ich da keine Probleme", sagte er im Gespräch mit dem sid. "Ich bin ein offensiv ausgerichteter Torwart, der versucht, gefährliche Situationen bereits im Voraus zu klären, so wie es auch Jens Lehmann gemacht hat." Diese Art von Torwartsspiel werde "bei der Nationalmannschaft erwartet", so Adler.

Robert Enke blickt derweil schon wieder nach vorn: "Ich werde mich darauf konzentrieren, wieder zurückzukommen. Mit der ganzen anderen Diskussion werde ich mich später beschäftigen, wenn ich wieder gesund bin."

 

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