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13.08.2013, 14:00

Fällt das Regenerationstrainingslager weg?

Dauerthema Gegentore: Für Löw auch eine Frage der Ausbildung

Die WM-Qualifikation ist das übergeordnete Ziel, klar. Aber Bundestrainer Joachim Löw geht es auch um das "Wie": Er fordert mehr Konstanz und weniger Gegentore. Die Ausgewogenheit zwischen Defensive und Offensive sei "das Wichtigste, aber auch das Schwierigste" - und eine Frage der Ausbildung. Mats Hummels will sich den FC Bayern zum Vorbild nehmen.

Bundestrainer Joachim Löw am Dienstag auf der DFB-Pressekonferenz
"Ich liebe das Risiko": Bundestrainer Joachim Löw.
© Getty ImagesZoomansicht

Das fast schon legendäre Scheibenschießen gegen Schweden erwähnte Joachim Löw auf der Pressekonferenz am Dienstag zwar lieber nicht, dürfte es aber trotzdem mal wieder im Kopf gehabt haben. Denn jenes 4:4 im Oktober 2012 zeigte komprimiert, in 90 Minuten, wozu die deutsche Nationalelf fähig ist - im Guten wie im Schlechten.

"Wichtig wird sein, dass wir es schaffen, Konstanz zu erreichen", gab der Bundestrainer als Ziel für die WM-Saison aus, die am Mittwoch (20.45 Uhr, LIVE! bei kicker.de) mit dem Test gegen Paraguay beginnt. "Wir haben viele, viele tolle Spiele gemacht, aber auch welche, in denen wir unter unseren Möglichkeiten geblieben sind."

Die Märchenschlösser, die seine Mannschaft vorne regelmäßig erschafft, reißt sie nicht selten in der Rückwärtsbewegung wieder ein. "Wir haben absolut zu viele Gegentore zugelassen, das stimmt schon", räumt Löw ein - das Umschaltspiel nach hinten hält er für verbesserungswürdig. "Die Ausgewogenheit herzustellen, ist das Wichtigste, aber auch das Schwierigste. Defensiv sensationell zu stehen, ohne einen Catenaccio zu spielen, und offensiv immer die Kraft zu haben, zwei, drei oder vier Tore zu erzielen, das ist ganz schwer."

Man hat gesehen, dass die Defensive vielleicht doch ein wenig wichtiger ist als die Offensive.Mats Hummels über die Triple-Saison der Bayern

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Dass es möglich ist, zeigte der FC Bayern in seiner Triple-Saison eindrucksvoll. Mats Hummels, Abwehrchef der in Liga, Pokal und Champions League unterlegenen Dortmunder, sieht darin ein Vorbild: "Wichtig ist, dass die defensive Mannschaft eine Grundidee hat" - so wie der Rekordmeister. "Da hat man gesehen, dass die Defensive vielleicht doch ein wenig wichtiger ist als die Offensive."

Dass die Länderspiele künftig grundsätzlich zurückhaltender angegangen werden, ist für Löw jedoch keine Option, der erarbeiteten Offensivqualitäten will er sich nicht berauben lassen. "Davon werden wir kein bisschen abweichen. Ich persönlich liebe es über alles, offensiv zu spielen. Ich liebe das Risiko", sagte er. "Daran haben wir gearbeitet - dass wir uns gegen die vermeintlich Kleinen, gegen die wir uns früher wahnsinnig schwer getan haben, nicht mehr so schwer tun."

Löw glaubt nachholen zu müssen, was in der Ausbildung verpasst wurde

Nein, er will lieber weiter am Umschalten arbeiten, auch wenn er ein grundsätzliches Problem sieht. "Unsere Spieler sind lange offensiv ausgebildet worden. So, dass sie, wenn sie den Ball verlieren, sich erst einmal kurz ausruhen können. Wir müssen lernen, über 90 Minuten gegen den Ball zu spielen", forderte er. "Das ist eine Frage der Ausbildung. Mit zwei Trainingseinheiten wie jetzt vor dem Spiel ist es nicht getan. Bei Vereinsmannschaften ist das ein Prozess über Monate, vielleicht sogar Jahre."

So viel Zeit, das weiß auch Löw, bleibt bis zur WM allerdings nicht. Zumal am Zuckerhut ohnehin spezielle Bedingungen herrschen. "Die WM wird eine WM des Willens, der Durchsetzungsfähigkeit", glaubt Löw, der deswegen froh ist, mit Paraguay mal wieder einen "echten Prüfstein" vor der Brust zu haben. In den Wochen vor der dem Turnier sei dann auch mal ein Test "gegen einen Asiaten" angedacht.

Das Regenerationstrainingslager mit Familien fällt womöglich weg

Und, auch das wäre neu: Womöglich fällt das 2006 eingeführte Regenerationstrainingslager mit den Familien diesmal weg. "Es ist zumindest mal eine Überlegung, dass wir nach dem Ende der Ligen den Spielern ein paar Tage freigeben mit einem individuellen Programm, damit sie einigermaßen auf dem gleichen Stand zur Nationalelf anreisen", so Löw, der vor der EURO 2012 erst nach und nach seine Schützlinge um sich hatte, ganz zuletzt die Bayern-Profis nach drei Wochen. "Aber ein Entscheidung ist noch nicht gefallen."

Video zum Thema
kicker.tv - Hintergrund- 13.08., 18:03 Uhr
Löw: "Ich liebe es, offensiv zu spielen"
Joachim Löw will sich erst gar keine Mühe geben, locker ins WM-Jahr zu starten. Der Bundestrainer sieht eine Spielzeit der Fokussierung und Konzentration vor sich und seinen Auswahlspielern, in dem er von allen die unbedingte Bereitschaft erwartet, die bestmögliche Leistung abzurufen. Ein Hauptaugenmerk ist auf die Stabilisierung der Defensive gerichtet, doch Löw stellt auch unmissverständlich klar, dass er die offensive Marschroute bevorzugt, ja sie sogar liebt.
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13.08.13
 

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