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25.10.2012, 11:36

DFB-Präsident äußert sich zur öffentlichen Diskussion

Niersbach: "DFB steht kerzengerade zu Löw"

Die Kritik nach dem 4:4 gegen Schweden verebbt nur langsam. Joachim Löw (52) räumte jetzt Fehler ein. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach (61) allerdings sieht die Lage völlig gelassen. und formuliert ein klares Bekenntnis zum Bundestrainer.

Joachim Löw und Wolfgang Niersbach (re.)
Keine Dissonanzen: DFB-Präsident Wolfgang Niersbach (re.) steht "kerzengerade" zu Bundestrainer Joachim Löw.
© picture allianceZoomansicht

Zwei Tage nach dem krankheitsbedingt ab­gesagten Auftritt im Aktuellen Sport-Studio hatte Joachim Löw in ei­ner Telefonkonferenz mit drei Nachrichtenagentu­ren das historische 4:4 in der vergangenen Woche gegen Schweden aufge­arbeitet. Anders als nach dem Halbfinal-Aus gegen Italien bei der EM räumte der Bundestrainer dabei freizügig eigene Fehler beim Coaching ein und kündigte an, Lehren aus der fahrlässig verspielten 4:0-Führung ziehen zu wollen: "Die aktuelle Si­tuation hilft uns, die Wei­chen jetzt nochmals rich­tig zu stellen."

Wie dies in der Praxis aussehen wird, muss sich zeigen. Der Weg zurück zur Tagesordnung jedenfalls wird nicht einfach. Auch DFB-Präsi­dent Wolfgang Niersbach be­fürchtet, dass sich Löw und sein Personal mit dem denkwürdigen Auftritt in Berlin einen Rucksack aufgebürdet haben, den sie durch die WM-Qualifikation schleppen müssen. "Der FC Bayern konnte auf die 1:3-Niederlage in Barys­sau umgehend mit dem Sieg in Lille reagieren", so Niersbach zum kicker: "Die Nationalmann­schaft aber hat unabhängig von den beiden Prestigeduellen am 14. November in den Nieder­landen und am 5. Februar in Frankreich erst beim nächsten Gruppenspiel im März gegen Ka­sachstan die Chance dazu."

Sorgen um die WM-Qualifi­kation macht sich der Verbands­chef dennoch nicht: "Und ich glaube darüber hinaus sogar, dass es am letzten Spieltag der Qualifikation im Oktober 2013 in Schweden zu keinem Endspiel um die WM-Fahrkarte kommen wird." Schließlich habe Schwe­den noch die Spiele in Österreich und in Irland vor der Brust, "die wir bereits erfolgreich gestalten konnten".

Ich habe nicht den Hauch eines Zweifels an Joachim Löw.DFB-Präsident Wolfgang Niersbach

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Freilich ist dem DFB-Chef nicht entgangen, dass seine sportliche Führungs­kraft derzeit in der Öffent­lichkeit kritisch wie nie zuvor in den sechs Bun­destrainer-Jahren beäugt wird - ein Umstand, dem sich Löw stellen müsse. "Es ist doch völlig normal, dass in der Öffentlichkeit emotional diskutiert und analysiert wird. Solange die Kritik sachlich und konstruktiv bleibt, hat bei uns niemand ein Problem damit", sagt Niersbach, der sich derzeit gar zurückerinnert fühlt an die Monate vor der WM 2010 in Südaf­rika. Damals blies ihm als Generalsekretär und dem damaligen DFB-Chef Theo Zwanziger ob der geplatz­ten Vertragsgespräche mit Löw und seinem Stab die öffentliche Kritik ins Gesicht.

Intern jedenfalls stehe man ohne Wenn und Aber zu Löw und dessen Grundsatz, an vorhande­nen Prinzipien festhalten zu wol­len, betont Niersbach: "Ich habe nicht den Hauch eines Zweifels an Joachim Löw, und der gesam­te DFB steht kerzengerade vor und zu Löw."

Rainer Franzke/Oliver Hartmann

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25.10.12
 

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Vorname:Joachim
Nachname:Löw
Nation: Deutschland
Verein:Deutschland

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