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17.10.2012, 12:35

Lineker denkt nach dem 4:4 der DFB-Elf um

Ein Leichtsinnsakt für die Historie

Joachim Löw startete seine Karriere als Bundestrainer mit einem Spiel gegen Schweden. Auch am 16. August 2006 führte die DFB-Auswahl gegen die Skandinavier zur Pause mit 3:0, auch damals auf Schalke hatte Miroslav Klose zweimal geknipst. Am Dienstagabend brachte Deutschland aber die deutliche Halbzeitführung nicht über die Zeit, in Berlin spielte sich in Hälfte zwei Historisches ab - und der Engländer Gary Lineker muss nach dem 4:4 umdenken.

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4:4! Rasmus Elm jubelt, Lukas Podolski und Philipp Lahm sind konsterniert.
4:4! Rasmus Elm jubelt, Lukas Podolski und Philipp Lahm sind konsterniert.
© picture alliance Zoomansicht

Das 14. Remis in seinem 88. Länderspiel als Bundestrainer konnte Löw alles andere als zufriedenstellen. Der 52-Jährige rieb sich ebenso wie die über 70.000 Besucher im Berliner Olympiastadion und die 13,61 Millionen Zuschauer an den Fernsehschirmen, die der ARD einen Marktanteil von 41,1 Prozent an diesem denkwürdigen Abend sicherten, verwundert die Augen.

Nach 55 Minuten Fußball vom Feinsten klingelte es ab der 62. Minute viermal im deutschen Gehäuse - 4:4. "Ganz ehrlich, kurz nach dem Spiel finde ich keine Erklärung. Einen 4:0-Vorsprung aus der Hand zu geben, ist normalerweise nicht möglich", meinte ein völlig konsternierter Löw. Anstatt den Hauptkonkurrenten um Platz eins in der Gruppe C entscheidend in die Schranken zu weisen, hatte das deutsche Team erstmals in der in der 104-jährigen Länderspielgeschichte einen Vier-Tore-Vorsprung verspielt.

Kommentar von kicker-Herausgeber Rainer Holzschuh

"Das war ein Leichtsinnsakt", meinte Franz Beckenbauer beim Pay-TV-Sender Sky. Der "Kaiser" ist sich aber sicher, dass "der sich nicht wiederholt. Ich glaube, dass die Spieler immer noch nicht richtig wissen, was sie da angestellt haben. Ich kann nur schmunzeln und manchmal darüber lachen, dass so was im heutigen Fußball noch möglich ist", so Beckenbauer.

Möglich war zumindest, dass Deutschland ausnahmsweise einmal nicht als Sieger in einem Qualifikationsspiel vom Platz ging. Durch das Remis verschenkte die DFB-Auswahl den 14. Sieg in Folge und zwingt Lineker zum umdenken. "Fußball ist ein einfaches Spiel: 22 Männer jagen 90 Minuten lang einem Ball hinterher und am Ende gewinnen immer die Deutschen" hatte die englische Fußball-Legende einst von sich gegeben, der frühere Torjäger der "Three Lions" änderte nun aber mit viel Häme seine Meinung: "Fußball ist ein einfaches Spiel, bei dem 22 Männer 90 Minuten lang einen Ball treten und am Ende geben die Deutschen einen Vier-Tore-Vorsprung ab." Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen...

17.10.12
 

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