Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?

13.10.2012, 18:30

Qualifikation zur EURO 2013 in Gefahr

Ungeschlagen vor dem Aus - U 21 zittert

Großer Aufwand, wenig Ertrag. Auf diese Formel lässt sich das 1:1 der deutschen U 21 im ersten Play-off-Spiel zur EURO 2013 in Israel gegen die Schweiz bringen. Die Elf von DFB-Coach Rainer Adrion spielte überlegen, musste aber in der Schlussphase durch eine Unachtsamkeit in Überzahl noch den Ausgleich hinnehmen. Obwohl die deutschen Talente auch das elfte Qualifikationsspiel ungeschlagen überstanden, droht nun sogar das Aus.

Lewis Holtby gegen Amir Abrashi
Enge Kiste: U-21-Kapitän Holtby (li.) gegen den Schweizer Abrashi.
© imagoZoomansicht

Denn durch das 1:1 (0:0) vom Freitagabend in Leverkusen muss am Dienstagabend in Luzern (17.30 Uhr, LIVE! auf kicker.de) auf jeden Fall ein Treffer her, Um den Sprung nach Israel doch noch zu schaffen. Sollte es schiefgehen, würde der Titelträger von 2009 zum zweiten Mal in Serie fehlen.

Und die Aufgabe wird schwer, dies wurde im ersten Duell deutlich. Der Vize-Europameister von 2011 präsentierte sich auf Augenhöhe, störte erstaunlich früh den Spielaufbau der Deutschen und hatte durchaus Chancen, in Führung zu gehen. Die Schweizer verteidigten geschickt ihr Tor und verfügten in Keeper Roman Bürki über einen starken Rückhalt.

Und dennoch hatte das DFB-Team den Gegner "eigentlich schon in die Knie gezwungen", wie Adrion sagt. Nach der Notbremse von Fabian Schär gegen Nürnbergs Sebastian Polter und dem sicher verwandelten Elfmeter von Hoffenheims Sebastian Rudy (82.) sah alles nach einem guten Ende aus, zumal Schär auch noch des Feldes verwiesen wurde.

"Die Schweiz ist nicht San Marino. Das ist keine Hammerwerfertruppe, die können kicken"Lewis Holtby

- Anzeige -

Doch in der Schlussphase ließ sich die U 21 düpieren. "Wir hätten den Sieg nach Hause bringen können, wenn sich an der Seite nicht drei Mann ausspielen lassen und in der Mitte besser gedeckt wird", monierte Adrion das Defensivverhalten vor dem 1:1 durch Josip Drmic (87.).

Mit hängenden Köpfen verließen die deutschen Talente dann die Arena. Waren sie doch dem Sieg so nah. Doch zu viele Möglichkeiten ließen sie liegen, selbst nach dem Ausgleich wäre der Sieg noch drin gewesen. "Wir hätten uns ein besseres Ergebnis erspielen können, wenn wir die Chancen besser genutzt hätten", befand Torhüter Leno. "Der Frust ist groß. Ich bin sehr enttäuscht über den Ausgleich", so der Keeper nach seinem Heimspiel.

Und so überstand zwar die deutsche U 21 auch das elfte EM-Qualifikationsspiel am Stück ohne Niederlage, muss nun aber trotzdem um die Teilnahme an der EURO 2013 bangen. Sollte es schiefgehen, dürfte auch die Zukunft von Adrion ungewiss sein. Der Vertrag des 58-Jährigen läuft im kommenden Jahr aus. Findet die EM zum zweiten Mal in seiner Amtszeit ohne deutsche Beteiligung statt, erscheint eine Verlängerung höchst fraglich.

Schalkes Lewis Holtby war der Erste, der den Blick nach vorne richtete. "Wir werden uns aufrappeln und in Luzern alles geben", versprach der Kapitän. "Die Schweiz ist nicht San Marino. Das ist keine Hammerwerfertruppe, die können kicken", warnte der Kapitän. Auch Adrion erwartet einen "heißen Tanz". Zumal er auf den gesperrten Mainzer Jan Kirchhoff (2. Gelbe Karte) sowie weiterhin auf Sebastian Rode verzichten muss. Der Frankfurter kann wegen einer Mandelentzündung auch bei den Eidgenossen nicht eingreifen. Die Schweizer müssen lediglich auf ihren Rotsünder Schär verzichten.

13.10.12
 

- Anzeige -
Seite versenden
zum Thema
- Anzeige -

- Anzeige -