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09.10.2012, 14:01

Prämienregelung für WM-Quali festgelegt

Bierhoff nimmt Klose in Schutz - Schweinsteiger warnt

Am Freitag tritt die deutsche Nationalmannschaft in Irland an (LIVE! ab 20.45 Uhr auf kicker.de). Auf der offiziellen Pressekonferenz am Dienstag spielte die WM-Qualifikationspartie in Dublin allerdings eher eine untergeordnete Rolle. Vielmehr mussten DFB-Manager Oliver Bierhoff und der stellvertretende Kapitän Bastian Schweinsteiger Fragen zu ihrem gegenseitigen Verhältnis, zu der Hoeneß-Schelte und zu anderen Nebenschauplätzen beantworten.

Vereint in trauter Zweisamkeit: Bastian Schweinsteiger und Oliver Bierhoff sind sich wieder grün.
© picture allianceZoomansicht

Zumindest zu Beginn der PK wurde Bezug genommen auf das Irland-Spiel. "Die Erwartungshaltung ist immer groß", erklärte Bierhoff. "Fernziel ist die Qualifikation, auf dem Papier warten mit Irland und Schweden nun die beiden stärksten Gegner." Wieder alle Spiele wie bei der EM-Qualifikation zu gewinnen, sei vielleicht etwas viel verlangt. Allerdings müsse im Vergleich zur Partie in Österreich (2:1) "eine kleine Steigerung da sein".

Schweinsteiger stand in Wien nicht zur Verfügung, jetzt ist der Mittelfeldstratege wieder voll bei Kräften und wird sich für den gesperrten Philipp Lahm auch gleich die Kapitänsbinde umschnallen. Der Bayern-Spieler bedankte sich für die Zeit, die ihm gegeben wurde, um sich vollständig zu erholen. Er nimmt die Aufgabe in Irland ernst - zumal er aus Erfahrung spricht. Im Oktober 2007 kam er mit der DFB-Elf auf der grünen Insel nicht über ein torloses Remis hinaus. "Wir hatten ja schon mal das 'Vergnügen', in Irland zu spielen", nahm Schweinsteiger Bezug, "es ist nicht einfach, dort ein Spiel zu gewinnen. Irland ist eine sehr kämpferische Mannschaft mit großem Herz, einem Trainerfuchs und hat ein unfassbar leidenschaftliches Publikum."

Bleibt noch die Frage, wer spielt - und die ist offener denn je. Bierhoff begrüßte den erhöhten Konkurrenzdruck in der Nationalmannschaft. "Reibung sehe ich sehr positiv, alle wollen spielen. Wir haben einen starken Bayern-Block, einen starken BVB-Block, zwei Real-Spieler, zwei Engländer, einen Italien-Legionär. Es ist eine andere Konstellation, der Konkurrenzdruck ist höher. Wir sind dankbar, dass wir wieder diese Wahl haben."

Weißrussland, Ukraine - da darf auch die Nationalelf nicht fehlen.Bierhoff zur derzeitigen "Themenvielfalt" von Uli Hoeneß

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Damit war der sportliche Teil weitgehend abgehakt - ab ging's auf die Nebenschauplätze. Hauptthema: die Kritik von Uli Hoeneß. Bierhoff erklärte mit einer Portion Spott, der Bayern-Präsident habe sich zuletzt "zu vielen Themen geäußert, Weißrussland, Ukraine, da darf auch die Nationalelf nicht fehlen. Ich nehme das jetzt mal als gut gemeinten Rat an. Ich persönlich finde es nicht gut, wenn wir Verantwortlichen im Fußball uns persönlich bewerten. Wir haben uns auch nicht über die Bayern ausgelassen, zum Beispiel über das Holland-Spiel", kommentierte Bierhoff, und sagte auch: "Das bringt uns jetzt nicht durcheinander. Wir wissen, wie Uli Hoeneß ist, dass er es gut meint. Auch die Tischtennisplatten kann ich verstehen, da hätte er sich wohl lieber Basketballkörbe gewünscht", so Bierhoff in Anlehnung an die Passion des Basketball-Fans Hoeneß.

Mit weniger Humor nahm er die Hoeneß'sche Kritik an Miro Klose auf, die Aussagen hätten ihn "enttäuscht. Er hat sich für den FC Bayern und die Nationalmannschaft verdient gemacht. Das klang schon etwas abfällig. Ich finde das nicht gut. Wir müssen aufeinander zugehen und dürfen nicht noch unnötig Unruhe reinbringen." Hoeneß hatte in einem Interview mit dem "Spiegel" erklärt: "Wenn ich schon höre, dass Klose fast so viele Tor geschossen hat wie Gerd Müller. Müller schoss sie gegen England, Frankreich und Italien. Klose hat 80 Prozent seiner Tore gegen Liechtenstein und Co. erzielt, mindestens!" Der Lazio-Angreifer absolviert am Freitag sein 125. Länderspiel im DFB-Dress (64 Tore). Noch vier weitere Treffer, dann hat er den "Bomber der Nation" (68 Tore in 62 Länderspielen) eingeholt.

Auch zwischen Schweinsteiger und Bierhoff entstanden kürzlich Reibereien. Inzwischen seien die Probleme aber ausgeräumt. "Wir hatten ein klärendes Gespräch", so Bierhoff. Es gebe inzwischen keine Probleme mehr, inzwischen habe man die Sache geklärt. Schweinsteiger, der auch mit Löw inzwischen geredet habe, zeigte sich "überrascht, welche Aufmerksamkeit das auf sich zieht. Es gibt Wichtigeres als das." Er werde sich aber weiterhin nicht scheuen, seine Meinung zu sagen, erklärte Schweinsteiger weiter.

DFB-Akteure kassieren 20.000 Euro pro Sieg

In den ersten beiden Partien hat sich die DFB-Elf in der WM-Qualifikation schadlos gehalten. Und sollte die deutsche Mannschaft an der Serie ansetzen, winken ihr weiterhin satte Prämien. Der DFB hat sich vor den Qualifikations-Partien in Irland und gegen Schweden mit den Spielern auf 20.000 Euro pro Einsatz verständigt, wie der Verband am Dienstag mitteilte. Das Geld wird allerdings nur ausgezahlt, wenn die DFB-Elf gewinnt. Die deutsche Auswahl bestreitet insgesamt zehn Partien. Nur der Gruppenerste qualifiziert sich direkt für das Turnier in Brasilien.

Das Prämien-Modell entspricht nach Verbandsangaben exakt dem der Qualifikation für die letzte Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Es wurde zwischen DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock und dem von Kapitän Lahm angeführten Spielerrat der Nationalmannschaft vereinbart. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach begrüßte die "schnelle" und "unproblematische" Einigung. "Dies zeigt einmal mehr, wie vertrauensvoll das Verhältnis zu unserer A-Nationalmannschaft ist", äußerte der Verbandschef in einer DFB-Mitteilung.

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 10.10., 10:04 Uhr
Bierhoff wehrt sich gegen Hoeneß
Die Attacken von Bayern-Präsident Uli Hoeneß kommentierte Oliver Bierhoff gelassen, aber dennoch pointenreich. Er könne verstehen, dass Hoeneß statt Tischtennisplatten lieber Basketballkörbe gehabt hätte. Dass die Verantwortlichen sich nun gegenseitig bewerten würden, findet der Teammanager der Nationalmannschaft nicht gut. Die Kritik an Miroslav Klose erst recht nicht.
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09.10.12
 

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weitere Infos zu Schweinsteiger

Vorname:Bastian
Nachname:Schweinsteiger
Nation: Deutschland
Verein:Bayern München
Geboren am:01.08.1984

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