| Vorname: | Marcel |
| Nachname: | Koller |
| Nation: | Schweiz |
| Verein: | Österreich |

Vor dem Duell mit dem großen Nachbarn stehen die Deutschland-Legionäre in der Alpenrepublik natürlich besonders im Fokus. Und gerade Arnautovic, der in der Vergangenheit häufig eher für eine kesse Lippe als für seine Leistungen auf dem Platz bekannt war. Arnautovic und das Image-Problem. Nach der Geburt seiner Tochter bezeichnet sich der Werder-Profi selbst als "ein bisschen ruhiger". Das Gerede vom "neuen Arnautovic" kann er aber nicht mehr hören.
"Seit Jahren wird immer über mich gesagt: 'der neue Arnautovic.' Doch ich bin noch immer der alte Arnautovic", sagte der 23-Jährige, der mit Bremen gut in die Saison gestartet ist und dabei starke Leistungen zeigen konnte.
„Man kann den Deutschen wehtun, das sind auch nur Menschen, die können auch nur laufen wie wir.“Marko Arnautovic über den Gegner
Seit vier Jahren ist er nun "Teamspieler" (19 Einsätze, sieben Tore) und in dieser Zeit sei das ÖFB-Team in seinen Augen noch nie so gut gewesen. Arnautovic wittert die Siegchance und kennt auch das Rezept: "Ich muss ein Tor machen und Robert Almer (Torwart von Fortuna Düsseldorf, d.Red.) muss alles halten. Man kann den Deutschen wehtun, das sind auch nur Menschen, die können auch nur laufen wie wir", sagte er. Und was fehlt noch zum Sieg? "Wir müssen einen Tick mehr laufen und einen Tick aggressiver sein als sie."
Allein schon die Weltrangliste weise jedoch den Unterschied zwischen beiden Teams deutlich aus - Östereich ist 49., der Gegner 2. -, wenngleich Deutschland zuletzt gegen Argentinien (1:3) und Italien (1:2) nicht gut ausgesehen habe. Dennoch: Die DFB-Auswahl zählt in den Augen Arnautovics zur "gemeinsam mit Spanien besten Nationalmannschaft, die es gibt".
Mit dem Publikum im Rücken soll dennoch die Überraschung gelingen. "Wir dürfen nicht darauf schauen, wie die Deutschen drauf sind, sondern nur auf uns. Die ganze Nation steht hinter uns, und wir wollen die Nation glücklich machen."
Österreichs Nationaltrainer Marcel Koller, in Deutschland einst in Bochum und Köln aktiv, sieht, dass Arnautovic auf dem richtigen Weg ist. Zugleich gibt der Schweizer Coach aber auch den Mahnenden: "Wichtig wird sein, dass er nicht nur ein- oder zweimal gut spielt, sondern dass er seine Leistungen über einen langen Zeitraum bestätigt." Aber, weiß Koller: "Wenn man Kinder hat, lebt man nicht mehr so in den Tag hinein."
Koller war Augenzeuge des deutschen Auftakterfolgs über die Färöer. Neue Erkenntnisse gab es für ihn jedoch nicht. "Die Deutschen haben am Anfang viele Chancen herausgespielt, aber der Färöer-Goalie ist immer am richtigen Ort gestanden. Mit dem 1:0 war der Druck weg, dann hatten sie leichtes Spiel", analysierte Koller.
"Zwei, drei Dinge" im Spiel der deutschen Elf habe er schon an seine Spieler weitergegeben. Details wollte Koller jedoch nicht nennen.
Der Trainer erwartet eine deutsche Mannschaft mit einem zusätzlichen defensiven Mittelfeldmann - Lars Bender oder Ilkay Gündogan. Zudem geht er davon aus, "dass die deutsche Abwehr so wie gegen die Färöer aussehen wird - mit Mertesacker, der bei Standard-Situationen gefährlich ist. Aber das ändert nichts an unsere Plänen".
| Mannsch. I | Mannsch. II | Erg. | ||
|---|---|---|---|---|
Österreich | - | Deutschland | 1:2 (0:1) | |
Schweden | - | Kasachstan | 2:0 (1:0) | |
| Pl. | Verein | Tore | Pkte. | |
|---|---|---|---|---|
| 1 | ![]() | Deutschland | 5:1 | 6 |
| 2 | ![]() | Schweden | 2:0 | 3 |
| 3 | ![]() | Irland | 2:1 | 3 |
| 4 | ![]() | Österreich | 1:2 | 0 |
| 5 | ![]() | Kasachstan | 1:4 | 0 |
| 6 | ![]() | Färöer | 0:3 | 0 |