Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?

22.08.2011, 17:38

Nationalelf: 31-Jähriger erneut nicht nominiert

Weidenfeller flüchtet sich in Sarkasmus

Auf eine Einladung zur Nationalmannschaft hat Dortmunds Stammkeeper Roman Weidenfeller lange vergeblich, aber weitgehend stillschweigend gewartet. Nun aber, da die Chancen des 31-Jährigen, noch einmal nominiert zu werden, angesichts zahlreicher junger Nachwuchstalente zusehends schwinden, hat er seinem Ärger öffentlich Luft gemacht und spart dabei auch nicht mit Sticheleien gegen seine jüngeren Torwart-Kollegen.

Roman Weidenfeller
Kann seine erneute Nichtberücksichtigung im Nationalteam nicht verstehen: Dortmunds Keeper Roman Weidenfeller.
© imagoZoomansicht

"Vielleicht sollte ich meinen Rücktritt bekannt geben, bevor ich überhaupt einmal gespielt habe. Vielleicht komme ich damit weiter. Das hat ja schon einmal jemand gemacht", stichelte der 31-Jährige in Anspielung auf den Bremer Tim Wiese.

Und auch Hannovers Ron-Robert Zieler wurde von Weidenfellers Boshaftigkeiten nicht verschont: "Vielleicht sollte ich mir die Haare schneiden oder etwas zierlicher sein."

Zieler steht nach der Absage des verletzten Leverkuseners René Adler nach nur 18 Bundesliga-Einsätzen (kicker-Durchschnittsnote: 2,81) erstmals vor einer Berufung in den Nationalmannschafts-Kader und wird im EM-Qualifikationsspiel gegen Österreich (2. September) in Gelsenkirchen und im Länderspiel gegen Polen (6. September) in Danzig wohl als Nummer drei hinter dem Münchner Manuel Neuer und dem Bremer Tim Wiese im Aufgebot der deutschen Mannschaft stehen.

- Anzeige -

Weidenfellers fachfremde Kritik gegen seine Kollegen ist letztendlich auch ein Seitenhieb gegen Bundestrainer Joachim Löw und Bundestorwarttrainer Andreas Köpke. Letzterer hatte die Entscheidung pro Zieler wie folgt begründet: "Er gehört mit seinen 22 Jahren zu der jungen Generation, die das moderne Torwartspiel verkörpern, das wir beim DFB wollen."

Weidenfeller: "Mein Spiel ist modern"

In der Tat wird der deutsche Fußball momentan von jungen Torwarttalenten geradezu überflutet. Zehn der am Wochenende in der Bundesliga eingesetzten Keeper sind 23 Jahre oder jünger. Bekannteste Beispiele sind der von Stuttgart an Leverkusen ausgeliehene Bernd Leno oder der Gladbacher Torhüter Marc-André ter Stegen, beide gerade einmal 19 Jahre alt.

Dass seine jüngeren Kollegen aber automatisch auch moderner spielen, will Weidenfeller indes nicht erkennen: "Ich fange eine Ecke von Markus Feulner ab, werfe den Ball sofort weit ab und leite damit das 1:0 gegen Nürnberg ein. Das ist modernes Spiel", erklärte der 31-Jährige seine gekonnte Vorbereitung des Dortmunder Tors gegen den Club aus Nürnberg. Im Tor der Franken feierte übrigens der 18-jährige Patrick Rakovsky sein Bundesliga-Debüt.

Weidenfellers Ärger ist angesichts seiner exzellenten Statistik durchaus nachvollziehbar: In der vergangenen Meistersaison kassierte Borussia Dortmund gerade einmal 22 Treffer, ein Tor mehr als der Langzeitrekord der Bayern aus der Saison 2007/08. Ein wesentlicher Anteil am Gewinn der Meisterschaft. Außerdem beendete Weidenfeller bereits zweimal eine Saison als Notenbester in der kicker-Rangliste.

22.08.11
 
- Anzeige -
Seite versenden
zum Thema

weitere Infos zu Weidenfeller

Vorname:Roman
Nachname:Weidenfeller
Nation: Deutschland
Verein:Borussia Dortmund
Geboren am:06.08.1980

weitere Infos zu Zieler

Vorname:Ron-Robert
Nachname:Zieler
Nation: Deutschland
Verein:Hannover 96
Geboren am:12.02.1989

weitere Infos zu ter Stegen

Vorname:Marc-André
Nachname:ter Stegen
Nation: Deutschland
Verein:Borussia M'gladbach
Geboren am:30.04.1992

weitere Infos zu Leno

Vorname:Bernd
Nachname:Leno
Nation: Deutschland
Verein:Bayer Leverkusen
Geboren am:04.03.1992

weitere Infos zu Rakovsky

Vorname:Patrick
Nachname:Rakovsky
Nation: Deutschland
Verein:1. FC Nürnberg
Geboren am:02.06.1993

- Anzeige -

- Anzeige -