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11.08.2011, 12:52

Der Kölner sieht sich massiver Konkurrenz ausgesetzt

Podolski wehrt sich gegen vier Herausforderer

Am Dienstag zählte er zu den sechs Profis, die mit Daimler-Vor­standschef Dieter Zetsche für jenes Foto posieren durften, das die bis 2018 verlängerte Partnerschaft des DFB mit seinem Generalsponsor Mercedes-Benz dokumentieren sollte. Eine Szene, die viel aussagt über Lukas Podolskis Stellenwert beim DFB. Er ist eine prägende Fi­gur der Nationalmannschaft, und das schon seit über sieben Jahren.

Lukas Podolski (re.) gegen Dani Alves
Schwerer Stand: Läuft die Konkurrenz Lukas Podolski (re.) den Rang ab?
© picture allianceZoomansicht

Aus dem aktuellen Aufgebot war nur Miroslav Klose schon früher da­bei als der trotz aller Erfahrung erst 26-jährige Podolski, der ebenso wie Bastian Schweinsteiger am 6. Juni Juni 2004 beim 0:2 gegen Ungarn debütierte. "Er hat bei Turnieren immer seine Tore erzielt und wich­tige Assists gemacht", so das Urteil von Bundestrainer Joachim Löw: "Er ist ein wichtiger Bestandteil bei uns."

Am Mittwochabend stand dieser Bestandteil auf dem Platz - in der Startelf. Unverkennbar aber ist: Der Kölner, jahrelang ob der eigenen Leistung (42 Tore in nunmehr 90 Länderspielen), aber auch mangels Alternativen Stammkraft bei Jürgen Klinsmann und dessen Nachfolger Löw, sieht sich in dieser Saison massiver Konkurrenz ausgesetzt. Gleich vier Herausforderer proben den Angriff auf den Platzhirsch:

Wenn ich meine Leistung brin­ge, ist es schwer, an mir vorbeizu­kommen.Lukas Podolski

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Der zur Pause für Podolski eingewech­selte André Schürrle (20) - er war nicht nur ein belebendes Element, ihm gelang sogar noch ein herrli­ches Tor. Dazu Marco Reus (22), der in Stuttgart nicht zum Einsatz kam, sowie der nicht berücksichtigte Ke­vin Großkreutz (23). Hinzu kommt dessen Dortmunder Teamkollege Mario Götze (19), der gleichfalls die linke Seite als seine Idealposition sieht.

"Wenn ich meine Leistung brin­ge, ist es schwer, an mir vorbeizu­kommen", betont Podolski. Bei den EM-Qualifikationsspielen im Juni in Österreich und in Aserbaidschan stimmte diese Leistung nicht, gegen Brasilien lief bei Podolski in den 45 Minuten wieder nichts zusammen.

Löws Rat an Podolski

Dass die Absetzung als Kapitän in Köln an dem Offensivspieler nagt, ist auch Löw nicht entgangen. Deshalb suchte der Bundstrainer nicht nur das Gespräch mit Kölns Sportdirektor Volker Finke, son­dern zu Wochenbeginn auch mit Podolski, teilte ihm mit, er müsse bei allem Unverständnis "die Ent­scheidung akzeptieren und anerkennen". Löw weiter: "Er darf sich nicht damit beschäftigen." Sonst droht mehr als nur der Verlust der Kölner Kapitänsbinde.

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 12.08., 12:34 Uhr
Generationskonflikt - Podolski und der Kampf um den Stammplatz
Verkehrte Welt für Lukas Podolski. Früher tankte der Kölner Angreifer in der Nationalmannschaft Selbstvertrauen, wenn es im Klub nicht rund lief. Nun muss er um seinen Stammplatz im DFB-Team bangen, Supertalent Götze hat Podolskis Rolle unter Löw als seine Lieblingsposition bezeichnet. Der Kölner Trainer Stale Solbakken rechnet weiter mit einem starken "Poldi" für Deutschland: "Er ist der Mann für große Stunden."
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11.08.11
 
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