Klar war, dass gegen die "Socceroos" Mesut Özil und Sami Khedira nicht auflaufen werden. Die beiden Profis von Real Madrid kehren in Absprache mit Löw nach der Partie in Kaiserslautern vorzeitig wieder nach Spanien zurück, wie der Bundestrainer Real-Coach Jose Mourinho zuletzt bei einem Besuch in Madrid zugesichert hatte. Am Sonntag nun gesellte sich Lahm zu der Runde der Spieler, die gegen Australien fehlen werden. Auch der Münchner, der zuletzt zahlreiche Spiele mit dem FC Bayern absolviert hat, soll geschont werden.
Das Trio nahm am Sonntagvormittag noch am Regenerationstraining teil und verließ danach das DFB-Quartier in Mainz. So geht Löw mit einem 19-köpfigen Aufgebot in die Vorbereitung auf die Begegnung gegen die "Socceroos". Da sollen der Mainzer Andre Schürrle, die beiden Dortmunder Mats Hummels und Marcel Schmelzer sowie der Stuttgarter Christian Träsch zum Einsatz kommen.
„Die Zuschauer wollen immer ein Spektakel sehen. Aber man muss die Kirche im Dorf lassen. Wir haben 4:0 gewonnen und sind Erster. Ich weiß nicht, was die Leute erwarten.
“Bastian Schweinsteiger
Die vier Profis verfolgten die Partie auf dem Betzenberg von der Tribüne aus, und mussten mit ansehen, wie die DFB-Auswahl von den Fans in Kaiserslautern mit Pfiffen bedacht wurde. Verärgert zeigte sich nicht nur Khedira: "Ich finde es nicht fair, wenn so gepfiffen wird und die Spieler so angegriffen werden. Man muss es so deutlich sagen. Es gibt wohl unterschiedliche Mentalitäten. In Spanien lieben sie den Fußball, da wird die eigene Mannschaft bis zum Schluss unterstützt, auch wenn es mal nicht so läuft."
Hauptsächlich in Durchgang zwei ging der nach dem 3:0-Vorsprung nicht mehr konsequent agierenden deutschen Elf einiges gegen den 132. der Weltrangliste daneben. Vor allem Bastian Schweinsteiger, der keinen guten Tag erwischte, wurde von den Fans ausgepfiffen. Löw nahm seinen Vize-Kapitän in der 78. Minute vom Feld und zeigte für die Reaktionen der Fans kein Verständnis. "Ich habe das als äußerst negativ empfunden. Denn auch Schweinsteiger hat mal das Recht, ein schwächeres Spiel zu machen. Man muss ihm auch mal ein Spiel zugestehen, indem er seine Qualitäten und sein Niveau nicht so abrufen kann, wie wir es von ihm gewohnt sind", sagte der Bundestrainer.
Der zeigte sich dennoch "unter dem Strich zufrieden. Wir haben in der EM-Qualifikation bislang das Maximum von 15 Punkten erreicht und 17 Tore in fünf Spielen geschossen, damit sind wir weit über dem Soll", so der 51-Jährige, der mit seinem Team in den nächsten beiden Qualifikationsspielen in Österreich (3. Juni) und Aserbaidschan (7. Juni) bereits die Tickets für die EM in Polen und der Ukraine lösen kann.
| Mannsch. I | Mannsch. II | Erg. | ||
|---|---|---|---|---|
Österreich | - | Belgien | 0:2 (0:1) | |
Deutschland | - | Kasachstan | 4:0 (3:0) | |
| Pl. | Verein | Tore | Pkte. | |
|---|---|---|---|---|
| 1 | ![]() | Deutschland | 17:1 | 15 |
| 2 | ![]() | Österreich | 9:6 | 7 |
| 3 | ![]() | Belgien | 10:8 | 7 |
| 4 | ![]() | Türkei | 6:6 | 6 |
| 5 | ![]() | Aserbaidschan | 2:9 | 3 |
| 6 | ![]() | Kasachstan | 0:14 | 0 |